Coney Island: Traurige Emotionen aus New York von Joshua Brown

via Boing Boing

Coney Island ist eine Halbinsel von New York. Sie liegt direkt an der Atlantikküste und ist vor allem durch ihre großen Vergnügungsparks und die vielen zwielichtigen Bars bekannt. Ein Stadtteil, stehts im Wandel. Alkohol und Prostitution. Eine emotionale Zusammenfassung von Joshua Brown.

Die Bezeichnung “coney” stammt aus dem Niederländischen. Als New York noch Nieuw Amsterdam hieß trug die Halbinsel noch den Namen “Conyne Eylandt” – was nach heutiger Sprachgebung “Konijn Eiland”, also „Kanincheninsel“ bedeutet. Der Name rührt tatsächlich von großen Kaninchenpopulationen her, die seinerzeit Long Island bevölkerten.

Coney Island war früher die Hauptstadt der Pferderennen und der Pferdewetten. Nachdem die Pferderennbahnen aufgrund eines Verbots der Kirche im Jahre 1908 schließen mussten, verschwanden auch die wohlhabenden Gäste. Viele Hotels mussten schließen.

Alkohol, Prostitution und Glücksspiel

Doch der Besuchsturm riss nicht ab – nur das Publikum veränderte sich. Zu Spielhallen und zwielichtigen Bars gesellten sich drittklassige Theater, Showbühnen und Biermeilen. Somit war der Westteil der Insel endgültig geprägt von Alkohol, Prostitution und Glücksspiel. Der Ruf von Coney Island als Seebad war ruiniert. Um 1930 entstanden viele Attraktionen die aus Überresten von Weltausstellungen zusammengekauft und nach Coney Island gebracht wurden. Achterbahnen, Schießbuden, Zirkuszelte und schließlich ganze Vergnügungsparks säumten bald den Strand entlang der Atlantikküste.

Joshua Brown und sein Video über Coney Island

Joshua Brown versucht in seinem Video die Stimmung aus Coney Island einzufangen. Er ist eigentlich Fotograf, hat mit seiner Canon EOS 7D jedoch Interesse am Filmen gefunden (kein Wunder!). Joshua lebt und arbeitet in New York – unter anderem als Hochzeitsfotograf.

Mehr Informationen über den kuriosen New Yorker Stadtteil Coney Island findet ihr bei Wikipedia und auf der offiziellen Website.

Welche Wirkung hat das Video auf euch?

  • Lukas Ponikowski
    28. April 2010 um 22:33 Uhr
     

    Die Motive und Kameraführung sind echt super. Durch den Lomoeffekt und die Musik werden die traurigen Emotionen gut transportiert.

    Es ist erstaunlich, wie viele tolle Videos von Fotografen auftauchen, die mit der EOS 7D aufgenommen wurden – das muss was heißen.

  • Robert Voigt
    30. April 2010 um 07:16 Uhr
     

    @Lukas: Ja, die Filmtechnik der neuesten DSLRs ist schon extrem gut gelungen. Ich habe mir mit der EOS 550D die kleine Schwester der 7D gekauft – fast die gleiche Ausstattung. Mit den richtigen Objektiven sind großartige Filmaufnahmen tatsächlich ein Kinderspiel. Nur die manuelle Fokussierung will erstmal gelernt sein!

  • ||| tomas jay
    2. Mai 2010 um 01:41 Uhr
     

    Sehr melancholisch, wie in den Balladen von Bruce Springsteen über andere trostlose Städte an der East Coast: Atlantic City, Asbury Park …

    Würde mich interessieren, von wem die Musik zu diesem Film ist.

  1. Von Metatrash am 1. Mai 2010 um 15:48

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