Gar nicht detailverliebt: Ähnliche Filmplakate

Wer gestaltet eigentlich Filmplakate? Ist dafür im Rahmen der (meist sehr teuren) Hollywood-Produktion keine Zeit mehr? Oder warum gibt es so viele Filmplakate, die genau gleich aussehen bzw. das gleiche Konzept verfolgen? Mir persönlich war das ja noch gar nicht so genau aufgefallen, aber die nun folgenden Bilder machen deutlich, dass hier das ein oder andere Mal schon “abgeschaut” wurde…

Fangen wir mal harmlos an: Oben seht Ihr auf jedem einzelnen Bild einen Kopf, bei dem die Augen in irgendeiner Form verdeckt sind. Schon okay, kann mal passieren, aber ich verspreche Euch: Es wird noch besser.

Große Köpfe über kleinen Menschen am Stand

Große Schrift vor dem Gesicht

Aus vielen kleinen Objekten wird ein Gesicht

Schwarz-weißes Action-Filmplakat

Wasser, die Erde oder der Himmel: Einfach nur blau

Auge um Auge…

Im Bett…

Durch die Beine fotografiert

Rücken an Rücken, von der Seite fotografiert

Eine düstere Figur, von hinten fotografiert

Frau mit roten Klamotten

Leute, ist die Filmindustrie wirklich so unkreativ? Traut man sich nicht neue Wege zu gehen? Oder gibt es einfach zu viele Filme? Ich kann das nicht verstehen. Liebe Filmindustrie, denkt Euch doch mal was innovatives aus und geht verschiedene Wege.

Könnt Ihr mir’s erklären?

via boredpanda.com

  • Pascal Welsch
    29. Februar 2012 um 09:37 Uhr
     

    naja es gibt in ganz Hollywood nur ~10 Designer für Filmplakate. Dann ist es relativ leicht erklärbar, warum das alles gleich aussieht.

  • Andi
    29. Februar 2012 um 10:45 Uhr
     

    Also ich kann die Aufregung nicht so ganz verstehen. Es ist doch logisch, dass sich die Themen wiederholen – sie tun es ja auch bei den Filmen. Ich meine, beim hundersten Film, in dem ein einsamer, muskulöser Recke die Welt im Alleingang rettet und nebenbei auch noch eine schöne Frau betört, kann auch das entsprechende Filmplakat nur so aussehen. Und: die Plakate sind doch für die Leute gedacht, die ins Kino gehen. Und die wollen auf einen Blick erkennen, was sie bei einem Film erwarten können. Und wenn da nunmal eine Explosion und ein Mann mit Knarren in Schwarz-Weiß drauf ist, dann wissen sie, wie der Film sein wird. Und entweder gehen sie rein, weil es das ist, was sie wollen – oder aber sie lassen es, weil sie so etwas nicht wollen. Denn wenn der selbe Film mit einem rein typografischen Plakat beworben würde, würde eine Erwartungshaltung beim Zuschauen entstehen, die nicht der Realität entspricht. Und der Literaturstudent im Kinosessel wird verstört sein, wenn der erwartete psychologisierende Arthouse-Film ein blutrünstiges, banales Hollywood-Spektakel ist.
    Das ist also keine Kreativlosigkeit oder Langeweile, sondern knallharte Verkaufspsychologie.

    Und ehrlich gesagt: derjenige, der das alles zusammengestellt hat (wer war das denn? Die Info fehlt im Artikel) muss wohl ziemlich viel Zeit und Langeweile gehabt haben. Und er sollte erstmal beweisen, wie er oder sie ein beliebiges, sich immer wieder wiederholendes Filmsujet andersartig auf einem Plakat umsetzen ließe.

  • Moosbett
    29. Februar 2012 um 12:52 Uhr
     

    Schließe mich meinen Vorrednern an. Schon allein die Tatsache, dass diese Zusammenstellungen einen großen Teil von Filmen beherbergt, von denen man noch nie gehört hat, zeigt, dass die populäreren Filme scheinbar nicht ganz so eintönig sein können. Ich kann hier auch eine Zusammenstellung von 50 ähnlich aussehenden Buchcovern posten und dann behaupten, alle Buchcover sehen gleich aus.

    Nichtsdestotrotz ist die Zusammenstellung witzig und zeigt diverse Klischees auf, die glaube ich jeder wiedererkennen kann. :)

  • Benjamin
    29. Februar 2012 um 15:25 Uhr
     

    Wo sind denn die 1000e Filmcover, die eben anders aussehen? ;)

    Besonders witzig sind die blauen Plakate. Wasser, Himmel und Nacht sind nunmal eher blau. Und ich finde schon, dass die blauen Plakate ästhetisch sind – mich sprechen sie an. :)

  • McNoise
    29. Februar 2012 um 18:21 Uhr
     

    ich kann mich hier auch nur anschliessen … es sind eben kino-plakate … und da gilt sicherlich auch oft “lieber gut kopiert als schlecht selber gemacht” und das berühmt berüchtigte schema F! ;)

  • Doreen
    3. März 2012 um 18:39 Uhr
     

    “Große Köpfe über kleinen Menschen am Stand” – Die Macher wissen halt, was (viele) Frauen anspricht. ;)

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