Puma Social: Tolle Idee, schwach umgesetzt

Die Zeiten in denen Unternehmen wie PUMA, Adidas oder Nike reine Sportartikelhersteller waren sind lange vorbei. Heute präsentieren Sie sich als Global Player, die sich bei weitem nicht mehr auf den Sport beschränken. Mittlerweile verkaufen Sie ein ganzes Lebensgefühl, einen Lifestyle, wie man neu-deutsch sagen würde. Im heutigen Artikel möchte ich Euch einige Aktivitäten von PUMA etwas genauer vorstellen.

PUMA definiert Sportlifestyle. Dieser Slogan prangte mir entgegen, als ich auf der PUMA-Website ein wenig mehr über das in Herzogenaurach ansässige Unternehmen erfahren wollte. Doch was heißt das, fragte ich mich? Was soll Sportlifestyle bedeuten und wie vermarktet man so etwas?

Vor wenigen Wochen war ich schon einmal auf ein Portal namens PUMA Social aufmerksam geworden. Irgendwie fand ich es spannend und wusste, dass ich mich in einiger Zeit noch mal etwas genauer damit beschäftigen wollte. Heute ist der Tag gekommen und ich bin leider ein wenig enttäuscht. Ich hätte mehr erwartet.

Doch fangen wir vorne an. PUMA Social ist ein Portal, welches (in meinen Augen) PUMA-Fans zusammenbringen soll. Sie sollen über Social Networks miteinander in Verbindung treten, wobei das Portal als Schnittstelle dienen soll. In von PUMA organisierten Events, soll die Internet-Community außerdem im wahren Leben zueinander gebracht werden.

Man muss sagen, dass das Portal sehr “amerikanisch” daher kommt. Der mittlere Abschnitt der Website, welcher als eine Art “Social Media Schaltzentrale”, in der alle Aktivitäten aus verschiedenen Social Networks zusammenfließen daher kommt, wirkt auf mich äußerst statisch und wenig interessant.

Vor allem der oben zu sehende Film hatte mir sehr gut gefallen. Er vermittelt wirklich eine Art Lebensgefühl, auch wenn es eigentlich nur eine wilde Aneinanderkettung von PUMA-Product Placement ist. Aber es ist trotzdem schön anzuschauen.

Des weiteren ist von “Social Events” die Rede, doch das einzige, was ich auf den ersten Blick erkennen kann, ist ein Event in einer Sports Bar in New York City. Dies ist für mich wiederrum irrelevanter Content, der mich sicherlich nicht zum verweilen einlädt. Mich wundert es, dass mir solche Inhalte angezeigt werden, denn bei der Anmeldung (man muss sich nicht anmelden, aber ich wollte mehr erfahren) habe ich meinen Standort und meine Sprache eingegeben. Ich hätte gehofft, dass sich die Inhalte dahingehend dynamisch anpassen. Leider nein!

Die Idee solch ein Portal ins Leben zu rufen ist in meinen Augen wirklich große klasse. PUMA ist hier wirklich fortschrittlich unterwegs. Dennoch muss ich sagen, dass die Umsetzung mit sehr vielen Fehlern bespickt ist. Nach dem das Portal in mir zunächst große Erwartungen ausgelöst hatte und diese dann schließlich nicht erfüllen konnte, löst es in mir einen negativen Beigeschmack aus. Es wirkt auf mich, als sei es nicht bis zum Ende gedacht worden. Hier fehlen einige wichtige Details, die die Interaktion mit dem Fan, User oder wie man auch immer die Zielgruppe dieser Seite nennen möchte, vereinfachen und effizienter gestalten würden.

Ich denke, man hat in diesem Fall versucht mit einer schnellen und einfachen Lösung alle Social Media-Anwendungen unter einen Hut zu bringen und wollte mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten und somit seine Produkte über weitere Kanäle zu vermarkten. Das Kernziel, dem Nutzer einen wirklichen Mehrwert zu bieten und somit eine Beziehung zur Marke PUMA aufzubauen, ist in diesem Fall (zumindest für mich) nicht gelungen. Schade, hier wäre mehr Potential drin gewesen.

Was meint Ihr dazu? Würde Ihr Euch in solch einer Community anmelden? Kennt Ihr ähnliche Communitys von anderen Sportlifestyle-Herstellern? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

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