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50 Menschen erzählen ihr Leben – Interview Project Germany

Nach dem amerikanischen Vorbild „Interview Project“ von 2009, war ein Kamerateam von David Lynch letztes Jahr quer durch Deutschland unterwegs um insgesamt 50 Menschen in 3-7 minütigen Interviews ihre Lebensgeschichte erzählen zu lassen. Dabei herausgekommen ist ein authentischer, zutiefst ehrlicher Querschnitt unserer Bevölkerung – bewusst auf die Menschen außerhalb der Metropolen reduziert.

via iGNANT

Seit März 2011 wird alle 3-4 Tage eine der 50 Episoden auf der offiziellen Projektseite veröffentlicht. Gerade ging mit der auf den Philippinen geborenen Elizabeth das 18. Video online. Sie war eine von 8 Geschwistern und ist mit 34 Jahren nach Neuhausen gezogen. Heute sind Elizabeths vier Kinder selbst erwachsen. Sie genießt es, im Garten zu arbeiten und bei ihren Rosen zu sein.

Luci Lehmann, Teschow

Wir entdeckten Luci spät am Nachmittag, als sie in ihrem Garten arbeitete. Sie erzählte uns von ihrer Kindheit und ihrem Mangel an Freiheit, auch, dass sie immer zuhause sein musste, bevor es dunkel wurde. Luci traf ihren ersten Ehemann auf einer örtlichen Messe und heiratete mit 18. Es mündete schließlich darin, dass sie später in ihrem Leben einen Anderen ehelichte, und uns erzählte, dass sie es bedauerte, so früh geheiratet zu haben. Luci sagte, dass das, was ihr Leben am meisten verändert habe, die deutsche Wiedervereinigung gewesen sei. Nach dem Interview mit ihr fuhren wir los und aßen in einem netten Restaurant zu Mittag.

Klaus Münstermann, Neubukow

Wir entdeckten Klaus Münstermann, als wir auf einer Strasse in Neubukow entlang fuhren. Er willigte ein, das Interview zu machen und wir richteten unsere Kameras hinter einem Supermarkt ein. Klaus erzählte uns vom Aufwachsen auf einem Bauernhof, und wie er ein Jahr im Gefängnis verbrachte, weil ihm der Vorwurf der Republikflucht gemacht wurde. Klaus sprach mit uns über seine Sehnsucht nach einer Familie und seinen Traum, um die Welt zu reisen.

Glenn Gressmann, Lübeck

Wir entdeckten Glenn am Ende eines Tages, als wir durch den Ort steuerten. Glenn fuhr auf seinem Fahrrad und sah aus, als könnte er ein großartiges Interview geben. Er erzählte uns von seiner Kindheit, von seiner Liebe fürs Alleinsein und wie gerne er am Kanal fischte. Und er erzählte davon, dass er geheiratet hatte, etwas, was gerade mal vier Wochen her war. Die Geburt seiner Tochter war das, was Glenns Leben am meisten verändert hatte. Er erzählte, wie es für ihn gewesen sei, das Blut zu sehen und die Nabelschnur und wie überwältigend diese Erfahrung war. Nachdem wir unser Gespräch mit Glenn beendet hatten, fuhren wir ins Hotel und machten dort verschiedene Kameratests.

Klaus, Rümpel

Betty Wulf, Holm

Edelgard, Glückstadt

Nadine, Schwichteler

Josef, Cappeln (Oldenburg)

Alfred, Steinfeld

Willi, Bad Oeynhausen

Slim, Sehnde

Jörg, Salzgitter-Bad

Bettina, Clausthal

Robin, Zell

Kurt Adler, Bettingen (Wertheim)

Jürgen, Wertheim am Main

Robert Roth, Waldenhausen (bei Wertheim)

Elizabeth, Neuhausen

Robert Voigt vor 7 Jahren

Kommentare

  • Michaelasagt:
    17. May. 2011 um 09:15

    Ein ähnliches Projekt führe ich, zusammen mit einer Freundin durch. Wir führen Gespräche mit Transgendern bzw. transidenten Menschen, die über ihr Leben und ihre Erfahrungen berichten. Alle Interviews die wir bis jetzt durchgeführt haben, sind auf YouTube zu sehen. Inzwsichen haben wir 19 Personen getroffen und wir hoffen bald noch mehr Gespräche führen zu können. Alle Gespräche sind in folgender YouTube-Playliste zusammengefaßt -> http://bit.ly/dbgDQe

  • […] detailverliebt.de, […]

  • barbarasagt:
    20. Jul. 2011 um 21:59

    Ich habe mich schon vor einigen Monaten damit beschäftigt und eine sehr kritische Haltung zu dem Interview Project, das ich zunächst sehr interessant fand, entwickelt: http://www.popkontext.de/index.php/2010/10/17/david-lynchs-interview-project-als-branded-entertainment/

  • Claus W. Tillysagt:
    15. Dec. 2012 um 23:53

    Zwar bin ich ein bischen spaet,weil ich den Bericht ueber die Oldenburger erst jetzt entdeckte. Das Jahr war 1950 ,monat Juli,als mein Bruder und ich ,per Anhalter ein paar mal nach Bremen mitgenommen wurde. Am 10 Juli 1950 ,als Manschaft auf einer Ami M V Yacht [unter Liberia Flagge ].Deutschland verliessen. Die Yacht besuchte mehrere Lander und Inseln. April haben wir die Yacht verlassen,und sind erst nach Ontario/Canada ,gereisst. September 1966 ist Claus Tilly mit seiner jungen Familie nach Californien zum ZWEITEN MAL ausgewandert.
    Habe die Wallschule fuer 4 Jahre besucht ,dann zur Mittelschule,{Damals Hauptschule ] Meine Abmeldung von Oldenburg ,mache ich jetzt AMTLICH bekannt.
    Denn alles muss seine Ordnung haben. [Nicht wahr ]
    Die Grosse Tilly Familie besteht jetzt aus OMA Maureen und Opa Claus Tilly .
    Auf meinen Deutschland Besuchen [Jede zwei-drei Jahre ] versuche ich einige bekannte Gesichter wieder-erkennen. { Leider vergebens]
    Bin mit Dieter Vosgerau und Horst Biermann zusammen ,mit Lehrer „Pongo Raht „in einer Klasse gewesen. Obwohl ich keine Gelegenheit habe ,Deutsch zu sprechen. {dass soll keine Angeberei sein,]Wohl bemerkt .
    Auf meine Deutschland Besuche ,Bummel ich gerne durch die Stadt. Oldenburg macht einen Guten Eindruck.
    Es Gruesst Claus W. Tilly ,Jahrgang 1931[sept.] [Aus dem Land des ewigen Fruehling]
    Ich wuesche Ihnen ein Frohes Weihnachts Fest. Und ein Glueckiches 2013.
    Huntington Beach, Cal. 92649 . U S A . [ Eine Meile zum Strand ]

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