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9 praktische Tipps für einen guten Start in den neuen Job

Bei den vielen, oft sehr hilfreichen Tipps zum Bewerbungsprozess, dem optimalen Vorstellungsgespräch und weiteren Karriereoptionen geht eines oft unter: Was mache ich eigentlich, wenn ich den Job meiner Träume tatsächlich bekommen habe und nun die ersten Tage an meinem neuen Arbeitsplatz verbringen soll.

Zu diesem Thema möchte ich euch heute 9 praktische Tipps mit auf den Weg geben, die euch in den ersten Tagen eurer neuen Beschäftigung unterstützen können.

  1. Bereite Dich vor

    Meistens kann man kaum erwarten in den ersten Arbeitstag zu starten. Man ist naturgemäß aufgeregt und will auf jeden Fall alles richtig machen. Als gute Vorbereitung und für ein besseres Gefühl solltest Du den neuen Arbeitsweg ein paar Tage voher schon mal abfahren. Lege Dir bereits am Tag zuvor Deine Aufsteh- und Losgehzeit fest. Ein ruhiges Frühstück kann Dir helfen einen Teil Deiner Nervosität loszuwerden.

  2. Sei pünktlich – aber nicht zu früh

    Perfekt wäre, wenn Du genau auf die Minute, oder maximal 3 Minuten zu früh bei Deinem neuen Vorgesetzten vorstellig wirst. Gib ihm die Chance, sich auch auf Dich vorzubereiten und sei nicht früher da. Meist artet das nur in Stress aus, weil Dein neuer Chef noch ein paar Sachen erledigen muss, bevor er sich Dir mit seiner ganzen Aufmerksamkeit widmen kann.

    Um nicht zu spät vor Ort zu sein, solltest Du Dir vorher einen Wegpunkt festlegen, bei dem Du weißt, dass ab dort nichts mehr schiefgehen kann. Du kennst also die genaue Zeit von dort bis zum Chef. Am Wegpunkt kannst Du dann natürlich schon überpünktlich eintreffen.

  3. Begrüße Deine direkten Kollegen

    Gerade die Kollegen in Deiner Nähe sind für den Anfang sehr wichtig. Sie sind bei Deinen Fragen die Ersten, die Dir auf unbürokratische Weise weiterhelfen können. Begrüße Sie an Deinem ersten Tag angemessen und stelle Dich vor. Sei freundlich, zuvorkommend und aufmerksam.

    Bitte Deinen Vorgesetzten Dich einmal herumzuführen.

  4. Sei nicht schüchtern

    Bist Du normaler Weise ruhig, zurückhaltend und schüchtern? Spring über Deinen Schatten! Sei selbstbewusst, strecke die Brust raus, ziehe die Schultern zurück und spreche nicht zu leise.

    Der erste Eindruck ist entscheidend! Achte aber darauf, dass Du Dich dennoch natürlich gibst – es darf verständlicher Weise nicht aufgesetzt wirken. Dabei hilft es im Gespräch genau auf die Reaktionen der anderen zu achten.

  5. Knüpfe weitere Kontakte

    Dein Ziel muss es sein, innerhalb der nächsten Tage so viele Kollegen wie möglich kennenzulernen. Betrachte Dich einfach als bunten Hund, den jeder einmal gesehen haben muss. Sichtbarkeit ist für Dich in den ersten Wochen das Wichtigste!

    Dabei muss es noch gar nicht um wirklich sachliche oder tiefgründige Gespräche gehen – ein Telefonat hier, eine nett formulierte E-Mail dort, ein bisschen Small Talk in der Küche und ein paar persönliche Fragen zwischen den geschäftlichen. Das hilft den Kollegen Deinem Namen ein Gesicht zuordnen können – und andersherum.

    Ein guter Weg ist es, Kollegen mit denen man zumindest schon mal gesprochen hat, direkt in XING (oder ähnlichen Netzwerken) zu seinen Kontakten hinzuzufügen. Da man dazu aktiv den Namen eingeben muss, und im Anschluss nochmal das passende Foto sieht, hilft das erstaunlich gut beim Erinnern. Auch für Deine Kollegen.

  6. Lerne die Arbeitsprozesse kennen

    Bei so ziemlich allen Unternehmen gibt es bereits bestimmte Abläufe und Arbeitsprozesse. Selbst wenn sie nicht schriftlich fixiert sind, haben sie sich zumindest über die letzten Monate so eingeschliffen.

    Deine Aufgabe ist es, diese Prozesse möglichst schnell kennenzulernen. Sprich mit Kollegen darüber und lass Dir zeigen ob bereits festgelegte Organigramme, Ablaufpläne oder sonstige Dokumentationen verfügbar sind.

    Im zweiten Schritt ist es wichtig, die Prozesse zu verinnerlichen und anzuwenden. Wer sich an die Vorschriften hält ist ein gern gesehener Mitarbeiter. Wenn du Dich an die Abläufe hälst, fühlt sich keiner übergangen und das Vertrauen in Dich wächst.

  7. Zeige übermäßigen Einsatz

    In fast jedem Unternehmen gibt es Mitarbeiter die mögen es, schon früh zu kommen. Und genauso gibt es die, die abends gerne länger bleiben.

    Wenn Du einen bleibenden Eindruck für alle hinterlassen möchtest, solltes du – zumindest in den ersten Wochen – früher als die „Frühkommer“ da sein und länger als die „Spätgeher“ bleiben. Dieser Einsatz bleibt in den Köpfen Deiner Kollegen für lange Zeit gespeichert.

    Doch Achtung: Es kann durchaus sein, dass man diesen Einsatz auch dann noch von Dir fordert, wenn es Dir nach ein paar Wochen an Zeit oder Motivation mangelt – einfach nur aus dem Grund weil man es so von Dir gewohnt war.

  8. Erzähle von Dir und erfahre mehr von anderen

    Die neuen Kollegen sollen Dich kennenlernen. Erzähle ihnen beiläufig von Deinen bisherigen Aufgaben und Erfolgen. Streu im Gespräch immer wieder ein paar interessante Informationsfetzen ein, die anderen helfen sich ein Bild von Dir und Deinem Können zu machen.

    Genauso wichtig sind aber auch die Lebensläufe Deiner Kollegen. Stelle viele interessierte Fragen und finde heraus, was sie bislang gemacht haben. Das hat zwei große Vorteile: Du kannst sie einfach besser einordnen und sie fühlen sich von Dir verstanden. Sie fangen also an Dir zu vertrauen.

  9. Bist du der Karriere-Typ?

    Wenn Dir Deine persönliche Karriere wichtig ist, gibt es noch einen letzten Tipp: Im Laufe des ersten halben Jahres wirst du festgestellt haben, wer im Unternehmen etwas zu sagen hat und auch tatsächlich was bewegt.

    Diese Leute sind nun wichtig für Dich. Du musst versuchen Sie zu beeindrucken. Das kannst Du durch eine durchgehend positive Arbeitsleistung oder Spitzen die von besonderer Kreativität und Einfallsreichtum zeugen erreichen.

    Im Optimalfall bekommst Du beides hin und legst noch eine Schippe „Soziales“ drauf – also gute, witzige, persönliche Gespräche. Versuche sie für Dich zu gewinnen.

    Für alles weitere (mehr Verantwortung, neue Projekte, Beförderung, etc.) hast Du dann die perfekte Grundlage gelegt.

Wie seht ihr das? Habt ihr ähnliche Erfahrungen sammeln können oder lief es bei euch doch ganz anders? Ich würde mich freuen, wenn wir diese Liste zusammen noch weiter verfeinern können!

Robert Voigt vor 8 Jahren

Kommentare

  • stang2ksagt:
    12. Apr. 2010 um 10:43

    Viele nützliche Tipps, auch für meine Zukunft sicherlich hilfreich. Wenn bei uns neue Kollegen anfangen, stellen diese sich häufig eher selten direkt vor. Leider sehr schade, so lernt man sich erst direkt auf Baustellen kennen und erfährt erst dort etwas über diese Person. Mir fehlt jedoch ein Hinweis bei Punkt 6. Bei dem Satz „Wenn du Dich an die Abläufe hälst, fühlt sich keiner übergangen und das Vertrauen in Dich wächst.“ sollte man vielleicht noch hinzufügen, dass man sich jedoch nicht ausnutzen lassen sollte. Gerade im Handwerk kommt dies häufiger vor als gedacht.

  • Nilssagt:
    12. Apr. 2010 um 12:40

    Die ersten 3 Tipps gehören eigentlich zum standard Verhalten und sollten auch bekannt sein. Punkt 6 ist wohl der wichtigste.

  • Karrierebibelsagt:
    12. Apr. 2010 um 15:56

    Ich halte die ersten acht Punkte für selbstverständlich und soweit auch für bekannt. Der letzte ist der wichtig, schrammt aber gefährlich nah am Schleimen vorbei. Deshalb verdiente er vielleicht noch einmal gesonderte Aufmerksamkeit. Denn es gibt einen schmalen Grat zwischen Anbiederei und geschicktem Netzwerken. Letzteres ist essenziell für die weitere Laufbahn in dem Unternehmen.

  • Robert Voigtsagt:
    15. Apr. 2010 um 05:49

    Klar, die 9 Punkte sind natürlich die Grundlagen eines optimalen Starts. Doch gerade Berufsanfängern fehlt es oft an diesen einfachen Schritten.

    @Daniel: Das stimmt, den Kopf sollte man natürlich nicht ausschalten. Man muss gerade auch am Anfang schon abwägen können, wem man vertrauen kann und wem nicht. Das wird erst mit der Zeit etwas einfacher.

    @Jochen: Selbstverständlich vielleicht. Bekannt? Nicht immer. Ich sehe diese Art der Vorgehensweise praktisch als Einleitung, bevor man sich der Karrierebibel mit all ihren Tipps hingibt. Oft muss erstmal das Bewusstsein geschaffen werden, bei all der Aufregung („Hey! Endlich mein erster Job! Jetzt gehts los!“) überhaupt über solche Feinheiten nachzudenken.

    Man merkt ja meist erst im Laufe der Jahre, dass eine gute Strategie in allen Lebensbereichen förderlich ist.

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