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A Eitrige mit an Bugl und an Gschissenen – genau, hier geht’s um Essen!

Wiener Schmäh ist schon etwas ganz Eigenes. Der Wiener bringt es fertig über Essen zu sprechen, wenn „Worte“ wie eitrig, buglig und gschissen fallen. Die Begriffe spielen auf die optischen Qualitäten von Käsefüllung, Senf & Co an. Da gehen die Geschmäcker wirklich auseinander, ob das einfach nur authentisch oder schon unappetitlich ist. Fakt ist, dass man nicht allerorts in Wien so reden kann. Doch am Würschtelstand ist sprachlich und geschmacklich fast alles erlaubt.

Das nahm der gebürtige Öberösterreicher Stefan Fürtbauer zum Anlass, einmal eine Fotostrecke über das zu machen, was in Deutschland unter „Frittenbude“ geläufig ist. Der schnelle Imbiss fungiert in Wien seit jeher als kultureller Schmelztiegel und hat durchaus Tradition. Einst zu K.u.K.-Zeiten als sicheres Einkommen für Kriegsveteranen ins Leben gerufen, prägt der Würschtelstand seit fast 150 Jahren das Wiener Stadtbild mit. Beim Würschtelstand treffen sich Hackler (Arbeiter) und High Society gleichermaßen. Der mittlerweile in Wien lebende Fotograf setzt dem Wiener Würschtelstand mit seinen Bildern ein gelungenes Denkmal.

Und was bekommt man nun, wenn man an der Imbissbude steht und a Eitrige mit an Bugl und an Gschissenen bestellt? Ganz einfach: Eine Käsekrainer mit Brot und Senf.

Copyright by Stefan Fürtbauer (via)

Andreas Dittberner vor 7 Monaten

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