Die Künstlerin Ágnes Herczeg benutzt bunte Fäden, um daraus ungewöhnliche Wandbilder zu flechten. Gesichter, Tiere und ganze Szenerien entstehen nur dadurch, dass die Ungarin verschiedene Schnüre zu Flächen verbindet. Als unterstützende Elemente benutzt sie dabei meist Holzstücke, die sie in der Natur gefunden hat. Die dienen dann beispielsweise als Rahmen oder werden als fester Bestandteil in das Kunstwerk eingearbeitet.

Herczeg stammt aus der ungarischen Stadt Kecskemét und hat zwischen 1992 und 1997 an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste in Budapest studiert. Im Laufe ihrer Tätigkeit als Künstlerin hat sie verschiedene Techniken der klassischen Handarbeit erlernt und bringt sie in ihre Arbeit ein. Unter anderem kann sie flechten, klöppeln und Makramees erstellen. Sie verwendet lediglich natürliche Materialien, zuweilen formt sie auch Teile ihrer Werke aus Ton. Ihre Tätigkeit ist sehr zeitintensiv, selbst für das kleinste Wandbild benötigt sie mehrere Tage bis zur Fertigstellung. Auf ihrer Homepage hat Herczeg einen Online-Shop eingerichtet, über den sie ihre verschiedenen Werke zum Verkauf anbietet. Je nach Größe kosten die zwischen 75 und 170 Euro.

Design is a significant part of the creative process because I have to think through not only the visual appearance of the work but its overall structure and the order of the individual steps. Lace-making is an extremely time consuming occupation; it takes several days just to complete a small piece.“