Ist die Rede von Bakterien, suchen wir am liebsten schnell das Weite. Wer will sich schon anstecken? Dabei leben zahllose Bakterien direkt auf und in uns. Denn die Bazillen sind nicht immer lästige Eindringlinge, sondern viele von ihnen koexistieren ganz friedlich mit uns. Ja, auf einige von ihnen sind wir sogar angewiesen. Nimmt man Bakterien einmal unter Lupe, zeigt sich ein völlig neues Bild. Wie Mandalas entfalten die meist einzelligen Organismen Muster unter dem Deckglas des Mikroskops. Warum sie also nicht zum Kunstmotiv erheben?

„My work plays with the architecture of nature and organic growth. By identifying patterns and motifs that occur in the natural world in different contexts and at different scales, both macroscopic and microscopic, I have developed a formal, aesthetic vocabulary that I use to construct hybrid sculptural forms, both real and surreal.“

Rogan Brown befindet sich an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Mit scharfem Skalpell entwirft er Papierskulpturen, die verschiedene Bakterienstämme großformatig nachbilden. In der Serie „Magical Circle Variations“ setzt er auf pastellfarbene Grundtöne, wie man sie auch in einem Korallenriff finden würde. Und auch dort geht es ja symbiotisch zwischen Koralle und Alge zu. Was begeistert bei Rogan Brown nun eigentlich mehr: der genaue Blick des Wissenschaftlers oder die Fingerfertigkeit des Künstlers?









Invisible You – The Human Microbiome: Rogan Brown

(via) Copyright Rogan Brown I Video: edenprojecttv