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Arbeitsraum für Kreative – Das Betahaus

Letzte Woche habe ich eine sehr interessante Sendung über “Digital Natives” gesehen. Zur späten Stunde (Donnerstagabend, ab 01:05 Uhr) berichtete das ZDF über das Leben, die Ansichten und die Interessen der “Ureinwohner des Internets”. In der Sendung wurde über das betahaus berichtet. Ein flexibler Arbeitsplatz an dem kreative Köpfe aus allen Bereichen zusammenkommen, um produktiv zu arbeiten.

Flexible Büroräume für Freiberufler und Kreative

Durch den Beitrag bin ich das erste Mal auf das sogennante betahaus in Berlin aufmerksam geworden. Einem Arbeitsraum für Kreative, der digitale Netzwerke in der Realität zusammenbringt. Ein absolut bemerkenswertes Konzept, das definitiv weitere Berichterstattungen verdient hat. So hab ich mich weiter informiert und einige spannende Details zusammengetragen, die dieses fantastische Konzept etwas näher beschreiben.

Das betahaus, welches sich in Berlin-Kreuzberg befindet, wurde im Januar 2009 von einem sechs-köpfigen Team gegründet. Es ist das spannende, bisher nicht da gewesene Konzept, dass das  betahaus so besonders macht.

Die Entstehungsgeschichte ist relativ leicht erklärt: Die Gründer waren auf der Suche nach einem ansprechenden Arbeitsraum. Als Freiberufler benötigten Sie eine flexible Infrastruktur zwischen realen und digitalen Leben und Arbeiten. Da so etwas nicht zu finden war, wurde das betahaus ins Leben gerufen.

Platz für 120 Personen

Es bietet Arbeitsplätze, Meetingräume und ein hauseigenes Kaffee für insgesamt 120 Personen. Offensichtlich wurde an alles gedacht, was der Kreative zum leben und arbeiten braucht. So bieten die Arbeiträume, ähnlich wie eine Bibliothek in der Uni, Ruhe und Platz zum Arbeiten. Extra eingerichtete Telefonräume schaffen eine gewisse Privatsphäre. Die Meetingräume bieten Platz für Kommunikation und Austauch und im Kaffee liegt der Schwerpunkt auf dem “netzwerken”.

Ich denke das betahaus ist ein Ort der Kreativität. Es bringt gleichgesinnte zusammen und fördert eine ganz besondere Art des Arbeitens. Ich sehe es als eine Art Zukunftskonzept, welches sicherlich noch eine große Erfolgsgeschichte vor sich hat. Beispielsweise wird schon von Depandancen in Lissabon, Barcelona, Moskau und Odessa geträumt. Ganz uneigennützig finde ich, dass auch Düsseldorf ein sehr attraktiver Standort wäre.

Was für Menschen arbeiten im betahaus?

Im detailverliebten FAQ der Website des betahauses findet Ihr interessante Antworten auf spannende Fragen. Die Antwort auf die obige deckt sich mit meiner Vermutung:

Das Spektrum reicht von Journalisten, Fotografen, Übersetzern, Graphikern, Designern, Programmierern, Architekten und freien Künstlern über NGO’s und Vereine bis hin zu Startups und Unternehmern. Ab und an ist auch ein Diplomand oder Doktorand dabei – eine kreativer Mix also.

Kosten und Nutzen für die Nutzer

Auch die Preisgestaltung finde ich fair und flexibel. So kostet eine Tageskarte 12 € und ein Monatsticket 129 €. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, einen 24/7-Tarif zu buchen, dann bekommt man einen Schlüssel zum betahaus und kann jederzeit dort arbeiten. Dieser Tarif kostet 229 € für einen Monat.

Das Konzept, die digitale Welt in die Realität zu überführen und Freiberufler zusammen zu bringen finde ich einfach nur fantastisch. Ich denke, diese “Schaltzentrale der Kreativität” bietet Raum für ganz neue Möglichkeiten. Durch den Kontakt zu gleichgesinnten können ganz neue, spannende Projekte entstehen. Vor allem für Blogger könnte solch eine Institution viele Vorteile bringen. Bei meinem nächsten Berlinbesuch, werde ich versuchen ein paar Stunden im betahaus zu verbringen und dort einen Artikel zu schreiben, denn ich finde das Konzept einfach klasse.

Das Leben der digitalen Boheme

Ein wenig erinnert mich das Konzept des betahauses an das Buch “Wir nennen es Arbeit: Die digitale Boheme von Sascha Lobo und Holm Friebe, welches ich grade gelesen habe. Darin wird genau der Schlag von Menschen beschrieben, der eigentlich Stammgast im betahaus sein müsste. Auch wenn wir wissen, dass Sascha Lobo lieber im Café St. Oberholz zu Gast ist.

Noch mehr zum betahaus

Einen weiteren, viel zu selten geklickten, Bericht über das betahaus ist dieser hier von Golem.de:

Zum Abschluss möchte ich euch auch nochmals die ZDF-Mediathek ans Herz legen. Den Bericht über “Digital Natives” findet Ihr hier. Auch auf Twitter sollte man @ZDFonline folgen!

Falls die Programmverantwortlichen des ZDF’s das hier lesen, wünsche ich mir, dass solche Berichte, wie der über die “Digital Natives” Einzug in das normale Sendeprogramm erhalten und nicht zu solch unkonventionellen Zeiten wie am vergangenen Donnerstag ausgestrahlt werden. Ein so interessanter Bericht hat ein größeres Publikum verdient!

Nun bin ich auf Eure Meinung gespannt. Wie gefällt euch das betahaus? Könntet Ihr Euch vorstellen dort zu arbeiten? Sollte es sowas auch in Eurer Stadt geben? Fragen über Fragen. Wie immer freuen wir uns auf Eure Kommentare!

Thorsten Rusch vor 8 Jahren

Kommentare

  • Janasagt:
    25. May. 2010 um 12:13

    Ich finde diese kreativen Konzepte sehr interessant. Beim Lesen haben sich zwar für mich ein paar offene Fragen ergeben, wie z.B. das Zusammenleben funktioniert (ich denke da an meinen Arbeitsplatz und der ewige Streit darüber, wer die Spülmaschine ausräumt oder wer die Lieblingstasse entwendet hat), vor allem wenn man den Platz nur für einen Tag/Monat mietet. So ein Haus müsste es in jeder Stadt geben, sodass Freiberufler aus ihren eigenen 4-Wänden heraus kommen und sich beruflich mit anderen treffen können.

  • Egonsagt:
    25. May. 2010 um 15:09

    Beleuchtung und die Stühle sind KO-Kriterien, welche von denen scheinbar nicht erfüllt werden :) An die Gesundheit sollte man auch in solchen Räumen denken.

  • Albertsagt:
    26. May. 2010 um 13:28

    Boar der letzte Satz von der Erzählerin…das ist mal wieder so typisch. “…und ihre scheinbar grenzenlose Freiheit.” Wenn das keine Anspielung darauf ist mit man bräuchte endlich sog. “Internetrechte”/Zensur…

    Betahaus ist jedenfalls eine coole Idee – ich würde sowas auch gerne ausprobieren wollen. Wenn mich jemand fragt, sage ich ja. *schaut in die Runde*

  • Lars Brüchersagt:
    29. May. 2010 um 07:47

    In Hamburg wird nicht mehr nur davon geträumt, hier öffnet eines (bzw ein betalab) am 1. Juli. In Köln ist eines in der Planung.

  • Borissagt:
    30. May. 2010 um 12:32

    In Donnerstag ging ein ähnlich cooles Konzept in Hamburg an den Start: WERKHEIM (www.werkheim-hamburg.de), mit dem Unterschied offen für alle Freiberufler zu sein…

  • Michael Doepkesagt:
    04. Jun. 2010 um 10:27

    In Bremen startet ebenfalls ein Coworking Space. Der erste Stammtisch ist am 07.06.2010. (coworking-bremen.net)

  • […] Es bietet Arbeitsplätze, Meetingräume und ein hauseigenes Kaffee für insgesamt 120 Personen. Offensichtlich wurde an alles gedacht, was der Kreative zum leben und arbeiten braucht. So bieten die Arbeiträume, ähnlich wie eine Bibliothek in der Uni, Ruhe und Platz zum Arbeiten. Extra eingerichtete Telefonräume schaffen eine gewisse Privatsphäre. Die Meetingräume bieten Platz für Kommunikation und Austauch und im Kaffee liegt der Schwerpunkt auf dem “netzwerken”… # Weiterlesen […]

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