Seit knapp zwanzig Jahren nutzt Toshihiko Hosaka Sandkästen und Strände als Leinwand für seine Kunstwerke aus Sand. Im Gegensatz zu kindlichen Kleckerburgen sind seine Skulpturen aus Sand grandiose Kunstwerke, die mit großer Fingerfertigkeit erstellt werden. Auf den ersten Blick könnte man die Sandskulpturen auch für fein modellierte Tonfiguren halten. Die klare Linienführung mit wohl definierten Kanten lässt jedenfalls keine Rückschlüsse auf den feinkörnigen Sand zu, der gemeinhin durch die Finger rinnt und nicht gerade für Festigkeit und Zusammenhalt bekannt ist.

Natürlich ist feuchter Sand leichter formbar, doch mit zunehmender Trocknung lösen sich Sandklumpen wieder in die einzelnen Körner auf. Um fertige Skulpturen dennoch für einen gewissen Zeitraum haltbar zu machen, ist bei Wettbewerben wie dem Fulong International Sand Sculpture Art Festival ein spezielles Spray zur Härtung der fertigen Sandskulpturen zugelassen. Andere künstlichen „Konservierungsstoffe“ sind jedoch nicht erlaubt und so hat sich auch die Heldenstatue zu Ehren Musashi Miyamotos, mit der Toshihiko Hosaka beim genannten Sandskulpturen-Wettbewerb den ersten Platz belegt hat, in wenigen Tagen in ihre Bestandteile, abertausende Sandkörner, aufgelöst.










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