Ach, es war nur ein Ausrutscher, aber was für einer! Direkt aus der 3D-Welt in die zweidimensionale Landschaft verrutscht… Einem schlanken Modell geschah dieses Missgeschick – zum Glück nur virtuell. Vielleicht war der berüchtigte Magerwahn mit im Spiel? Das weiß ich wirklich nicht, aber möglicherweise hat Yuni Yoshida eine passende Antwort.

Der Fotograf spielt nicht nur mit Dimensionen liebend gerne, um mal eine davon ganz zufällig verschwinden zu lassen. Auch die Formen und Maße sind von diesem Künstler nicht sicher. Da streckt sich ein wohlgeformter Körper in die Länge, dehnt sich und zerfließt, um ein seltsames Wesen mit Glamour-Touch hervorzubringen.

Einige Bilder beschäftigen sich mit der Fashion-Welt und betonen ausdrucksvoll die appetitlichen Kurven, indem sie das Modell in den entsprechenden Kontext setzen. Sexistisch oder nur witzig? Vermutlich beides, aber auch farbenfroh und auf jeden Fall surreal unterhaltsam.

Ein weiteres interdimensionales Spielchen ist das in einzelne Fragmente zerfallende, wunderhübsche Gesicht. Die Bilder haben aus meiner Sicht eine düstere Note, denn so zerbrochen, mit sich uneins fühlen sich manche depressiven Stimmungen an.

Kurzum, eine sehenswerte Fotokunst mit Augenzwinkern und Tiefsinn.














(via) Copyright Yuni Yoshida