Berlin: Historischer Stummfilm von Walter Ruttmann aus dem Jahre 1927 - detailverliebt.de detailverliebt.de
43 6672

Berlin: Historischer Stummfilm von Walter Ruttmann aus dem Jahre 1927

via Gilly

Wenn wir schon über das Leben an einem Tag und 24h Berlin sprechen, gehört der Stummfilm „Die Sinfonie der Großstadt“ (IMDb) einfach mit in diese Reihe. Walter Ruttmann fing im Jahr 1927 die Kulisse von Berlin in seiner Ganzheit ein. Von Menschen über Bahnhöfe, bis hin zu S-Bahnen und Autos sieht man alles, was eine lärmende Großstadt ausmacht.

Den 1-stündigen Film kann man sich auf Archive.org anschauen.

Das einzige was fehlt sind die Geräusche. Kein Wunder, ist ja auch ein Stummfilm. Aber dennoch wirkt es in Zeiten multimedialer Berieselung direkt so, als wären die Lautsprecher des eigenen Computers defekt!

Wikipedia schreibt über Berlin – Die Sinfonie der Großstadt folgendes:

Der Film beginnt mit einer Bahnfahrt: Eine Dampflokomotive fährt durch Wiesen, Lauben- und Wohngebiete in die Stadt hinein, und grenzt so das Umland von der Großstadt ab. Nach einem Schwenk über die Dächer Berlins zeigt der Film die Straßen der Stadt, immer wieder unterbrochen von der Ansicht der Turmuhr des Berliner Rathauses. Langsam füllen sich die morgendlich leeren Straßen mit Menschen auf dem Weg zur Arbeit. Immer schneller wird der Rhythmus der Stadt und des Films, und schneller auch die Blenden von den Straßen zu Fabriken und in die Büros. Mit dem 12-Uhr-Glockenschlag fällt die Geschwindigkeit in sich zusammen und beginnt sich aber am Nachmittag erneut zu beschleunigen. Erst zum Abend hin kehren Entspannung und langsam Ruhe ein: Ruttman zeigt auch Freizeitaktivitäten am Wasser und im Park und abends in den Vergnügungsetablissements der Stadt. Bilder eines Feuerwerks und schließlich das kreisende Licht am Nachthimmel, vom damals grade neu errichteten Berliner Funkturm, beenden Ruttmanns Werk.

Eine schöne Zusammenfassung skizziert auch der Professor für Dokumentarfilm Allan James Thomas in seinem Artikel über den Film:

How to watch a film like Berlin: Symphony of a City, seventy-three years after it was made? The obvious temptation is to view it as an historical document, an insight into the patterns of life and living in Berlin in the late ’20s – certainly the film lends itself to such a viewing. It offers us a literal ‚day in the life of‘, bringing us into Berlin by train as the sun rises, and following the life of the city as it wakes, goes to work through the morning and into the afternoon, moves from work to play, to sport and dancing and drinking deep into the night.

Robert Voigt vor 7 Jahren

Kommentare

  • Nilssagt:
    30. Jan. 2011 um 11:52

    Das ist historisches Filmgut. Habe den Film letztes Jahr zum ersten Mal gesehen und es ist für die damalige Zeit ein geniales Werk.

Kommentar schreiben

Name
E-Mail
Website

Dein Kommentar

200 Zeichen
kurz & knapp
 
sehr detailverliebt
prev
Vorheriger Artikel

Heute Abend! YouTube Live-Stream – Das Leben in einem Tag: Die Geschichte eines einzigen Tages auf der Erde

next
Nächster Artikel

Wenn Kranfahrern langweilig ist: Have a break. Have KitKat.