httpvh://www.youtube.com/watch?v=O-YaEEaGI80
Freunde, ich bin etwas verwirrt. Gestern stellte mir mein Bruder Dennis jemanden vor. Nicht persönlich. Nur so, auf dem digitalen Projektionsgerät. Auf YouTube, dem videografischen Leitmedium Nummero Uno. Der gute Mann nennt sich selbst „BLUMIO“ und ist ein 25-jähriger Düsseldorfer, japanischer Abstammung. Er rappt auf deutsch, macht poppigen Hip-Hop, singt über Nazis, H.D.G.D.L und nennt sein Label „Japsensoul“.

Also irgendwas passt da nicht in die Reihe. Doch fangen wir langsam an…

Fumio Kuniyoshi alias Blumio

1985 wurde ein kleiner Junge (laut Wikipedia: „vermutlich“) in Ratingen bei Düsseldorf geboren. Er trägt den Namen Fumio Kuniyoshi. Bis zum 6. Mai 2009 wurde in den Geschichtsbüchern nichts weiter über in vermerkt. Zumindest nichts, was sich bei Google finden lässt.

Doch am besagten 6. Mai veröffentlicht er unter dem Namen „Blumio“ sein erstes Video bei YouTube…

Blumio – Deine Lieblingsrapper

Auf sympathische Weise nimmt er hier die deutsche Rap-Szene auf die Schippe: Neben unerwartet guten Imitationen von Samy Deluxe, Jan Delay, Curse und Eko übernimmt auch der echte Sido ein paar Zeilen.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=b6LYwxP8pJk

Millionen sahen seine Videos

Was auffällt sind die erstaunlich hohen Zugriffszahlen. Allein sein Video „Hey Mr. Nazi“ (siehe oben) erreichte vor Kurzem die 4,5 Millionen-Marke. Laut YouTube liegt die Alterszielgruppe vermehrt in der Region zwischen 13 und 17 Jahren. Erklärt das vielleicht, warum ich bislang noch nichts von ihm gehört habe?

Das Yellow Album


Sein neuesten Album ist im Juni erschienen. Wie Blumio auf seiner erfrischend witzigen Website verkündet, ist der Titel seines zweiten Longplayer an die fast unbekannten Klassiker The White Album (Beatles) und Black Album (Jay-Z) angelehnt. Ich denke es ist ganz offensichtlich, welches Ziel dieser junge Mann vor Augen hat.

Und falls nicht, lass mal über Haie reden!

httpvh://www.youtube.com/watch?v=LthpTOGqcTQ

Also was meint ihr? Eine Bildungslücke ihn nicht zu kennen? Oder doch nur Alltagsbrei der deutschen Rap-Szene?