Zwar war eine real existierende Alternative zum Kapitalismus nicht wirklich erfolgreich, doch eine perfekte Gesellschaft sieht sicherlich anders als die unsere aus. Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst kontinuierlich und die oberen 100 verfügen über so viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der gesamten Menschheit.

Warum also nicht wieder mal den Finger in die Wunde legen und die Ungerechtigkeit anprangern? Das dachte sich Blu und gestaltete in Kooperation mit einer NGO namens Comitato Mammut dieses Wimmelbild. Zu besichtigen in Rebibbia, Rom.

Da fühle ich mich an die mittelalterlichen Vorstellungen vom Weltgericht erinnert – die einen schickt der liebe – oder eben gerade der ziemlich wutentbrannte Gott – schnurstracks zur Hölle und die anderen dürfen gen Himmel steigen und das ewige Leben im Paradies genießen.

Doch während es zumindest vorausgesetzt wurde, dass Gottes Urteil gerecht ist, was haben wir denn hier? Wieso müssen die Meisten in einem stinkenden Sumpf landen, um bei jedem Fluchtversuch niedergeknüppelt zu werden? Warum dürfen die Wenigen ein Leben in Saus und Braus führen? Was sind denn ihre Verdienste?



(via) Copyright Blu I Comitato Mammut