Der Filmemacher Filippo Rivetti will mit diesem Kurzfilm seiner Heimatstadt Bergamo ein Denkmal setzen und ich finde, es ist ihm ganz gut gelungen. Die Stadt in der norditalienischen Lombardei liegt malerisch eingebettet zwischen den Ausläufern der Alpen und ist wirklich sehenswert. Bergamo erscheint mir irgendwie typisch italienisch: leicht verspielt und doch solide. Stolz erinnert sich die Stadt an ihr antikes Erbe und auch an die Ereignisse der Neueren Geschichte.

„40km northeast of Milan, is divided into an old walled core known as Citta‘ Alta („Upper Town“) and the modern city below (Citta‘ Bassa, „Lower Town“). The upper town in encircled by massive Venetian defensive systems that are a UNESCO World Heritage Site.“

Damals, als Giuseppe Garibaldi am 11. Mai 1860 mit seinem „Zug der Tausend“ auf Sizilien landete und dadurch zur Wiedervereinigung Italiens beitrug, stellte genau das kleine Bergamo den größten Teil seiner „Rothemden“. Bergamo ist für Filippo auch heute noch die „Citta’ dei Mille“, die „Stadt der Tausend“ – eine ganz besondere Stadt. Der Regisseur nimmt uns auf einen kurzen Spaziergang durch seine Heimat, um uns die Altstadt mit ihren berühmten Stadtmauern, seit 2017 UNESCO Welterbe, zu zeigen.

Mir gefällt die Dynamik seiner Aufnahmen mit zahlreichen Zeitraffern und Closeups. Der Typ hat über eine Woche damit verbracht, rund 16.000 Bilder aufzunehmen, und dann noch zwei weitere Wochen, um diese zu bearbeiten. Die Mühe hat sich gelohnt, oder?


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