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Giorgio Craveros Kritik am Umgang des Menschen mit seiner Umwelt manifestiert sich in dicken Farbtropfen, die von seinen Protagonisten heruntertropfen. „Colors“ heißt die im Studio aufgenommene Serie, mit der uns der italienische Fotograf auf unsere Arroganz gegenüber der Natur mit der Nase stoßen will – die im Betrachter geweckte Irritation ist dabei der Motor.

Das in der Luft „schwebende“ Obst und Gemüse wurde von Giorgio vor dem Shooting einem Foodstyling unterzogen und erweckt den Anschein, als würden Orange, Brokkoli und Möhrenbund die Farbe der Frische verlieren, die gnadenlos gen Abgrund tropft und nur graue, giftige Ungenießbarkeit hinterlässt – etwas, das nicht nur der Natur, sondern vor allem uns Menschen langfristig schaden wird. Denn Giorgio ist sich sicher, dass die Umwelt den Menschen so oder so überleben und sich dann von ihm erholen wird – bis dahin aber schaden wir Menschen demnach mit unserem egoistischen Verhalten der Umwelt und uns selbst. Für diese gesellschaftskritische Arbeit wurde der Italiener kürzlich als Sieger der Hasselblad Masters 2016 in der Kategorie „Product“ auserkoren.






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