Ole Aakjær hat gezeichnet, seit er einen Bleistift halten konnte. Sein bevorzugtes Medium heute: die Aquarellmalerei. Anders als Werke in Acryl erlauben Aquarelle keine volle Kontrolle. Wasserfarben gehen zuweilen ihren eigenen Weg, sodass kleine Makel ganz natürlich sind. Wie Narben auf menschlicher Haut zeichnen sie sich auf dem Papier ab und können damit auch Menschen genau so darstellen, wie sie sind.

Der dänische Künstler mit Sinn für Musik, Film, Literatur und Fotografie wollte einst Cartoonist werden. Es ist wohl diese einzigartige Mischung, die ihm zu seinem unverwechselbaren, vielschichtigen Stil verholfen hat.

„Ole Aakjær (born 1962) has drawn and painted since he was able to hold a pencil. Originally, the dream was to work with the cartoon medium. The major models were Jean Henri Gaston Giraud (Moebius), Milo Manara, Enki Bilal and others. And in the mid 80s, he succeeded in accepting an album with Carlsen publisher, who at that time was the leading Danish comic publisher.“

Mit kräftiger Farbe und übereinandergestapelten symbolischen Anspielungen schafft Ole Aakjær eindringliche Frauenporträts, die sich ins Gedächtnis einbrennen. Die Damen sind sinnlich, verführerisch und stets ein wenig mysteriös. Schließlich muss der Betrachter erst einmal die Schichten durchdringen, um zu ihrem Wesenskern zu gelangen.

Bis zum 28. Juli zeigt die Galerie LeRoyer unter dem Titel „Complicated Flowers“ eine Auswahl Aakjærs Schaffens im kanadischen Montréal.








(via) Copyright Ole Aakjær