Die Bildserie Monumental Nobodies von Matthew Quick wirft einen humorvollen Blick auf altes Material - detailverliebt.de
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Die Bildserie Monumental Nobodies von Matthew Quick wirft einen humorvollen Blick auf altes Material

Was macht denn da das Smartphone in der Hand der alten Mamorbüste? Manche Gesten sterben nie, egal wie viele hundert oder sogar tausende Jahre sie alt sind. In den Bildern von Matthew Quick wird beispielsweise aus dem tiefsinnigen Blick, den eine jungen Frau auf ihr Kreuz in der Hand richtet, ein Status Update mit dem üblichen Kontrollblick aufs Handy. Die Geste ist tatsächlich dieselbe geblieben – nur ist das Original The Dawn of Christianity von Erastus Dow Palmer schon knapp zweihundert Jahren alt.

Die Serie Monumental Nobodies des österreichischen Künstlers Matthew Quick spielt mit genau solchen stilistischen Brüchen. Er nutzt die Körperhaltungen, die in den Skulpturen beispielsweise in der Antike oder im Klassizismus festgehalten wurden und fügt ihnen völlig unpassende Details der Moderne hinzu. So entstehen leichtfüßige Anachronismen, die sich den alten Zeiten mit viel Humor nähern.

Matthew Quick wurde vom Business Review Weekly als einer der 50 Top Artists Österreichs ausgezeichnet. In den letzten fünf Jahren hat er zahlreiche Preise und Auszeichnungen gewonnen und seine Werke werden international in Solo- und Gruppenausstellungen gewürdigt.

Copyright by Matthew Quick (via)

Andreas Dittberner vor 3 Monaten

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