Die Gemälde der US-Amerikanerin Lisa Golightly sind schon erstaunlich: Die Motive sind sehr verschwommen und abstrakt, und trotzdem fällt es uns nicht schwer, konkrete Situationen darauf zu erkennen. Es ist fast so, als schauen wir uns durch einen sehr starken Filter Fotos an. Dass Golightly diesen Stil gewählt hat, ist kein Wunder, schließlich hat sie sich zu Beginn ihrer künstlerischen Karriere vor allem auf die Fotografie fokussiert.

„Lisa Golightly is an artist living in Portland, Oregon. With a BFA in art, her initial focus was photography, the influence of which can be seen in her paintings. Her work revolves around memory and how snapshots shape, influence, change and even create memory. She works with acrylic and house paint, using found photos to create work that is both anonymous in nature but also very personal.“

Erst mit der Zeit hat sie sich auf Malerei verlegt. Ihre Vorlagen sind dabei Fotos, die sie irgendwo gefunden hat und die meist nostalgische Erinnerungen auslösen: an aufregende Ausflüge ans Meer oder an entspannte Nachmittage am Pool. Deshalb verzichtet Golightly bewusst darauf, Gesichter zu zeigen – schließlich können wir uns oft auch nicht an Details bestimmter Szenerien erinnern. Die Bilder haben stets den Charakter von Schnappschüssen, weil sie beliebige Momente aus dem Alltag herauspicken. So ergibt sich eine spannende Mischung aus persönlichem Einblick und Distanziertheit. Golightly veröffentlicht aktuelle Arbeiten auf Instagram, sie lebt und arbeitet derzeit in Portland.







(via) Copyright Lisa Golightly