Die weibliche Schönheit als Prolog, als ein Gesprächsanlass… So sieht es Christine Wu, eine junge US-amerikanische Künstlerin. Und so malt sie. Ihre Zeichnungen sind voller femininen Charme, erotischen Anspielungen und Zärtlichkeit. Es sind Kurzgeschichten in nur einem Bild, jedoch erstaunlich ausdrucksstark.

Da ist zum Beispiel der „Angel of Small Death“, auf Deutsch in etwa „Engel des Orgasmus“. Sie ist allein und ist niemand da, um ihr die Liebe zu schenken. Sie erkundet ihre Weiblichkeit, sie träumt ihre Tagträume. Wie ist es ihr zumute? Ist sie jetzt glücklich oder verzweifelt? Es liegt im Auge des Betrachters, das Bild frei zu interpretieren.

„Growing up, my mother constantly told me that beauty was useless. In elementary school, I had a male teacher tell me that I’d grow up to make many men very miserable. When I was in middle school, my brother told me I’d make a good trophy wife. I had no idea what that meant. During high school, a guy friend told another friend that she had a wide smile, and that it was a good thing, because „that’s what guys like. As I was leaving, an ex said, „I was going to marry you,“ as if that were the ultimate aspiration.“

Oder das „Turn Around“ („Umdrehung“ oder „Wendung“). Nur ein Fragment eines Gesichts, eine nackte Schulter und ein Finger, der den BH-Träger in einer leicht nervösen Bewegung wendet und umdreht. Möchte sie jemandem ein kraftvolles „Komm doch!“ zurufen? Oder hat sie gerade das schicksalhafte „Kehr nie wieder zurück!“ gesprochen?

Christines Bilder – auch auf Instagram zu sehen – sind oft doppeldeutig. Sogar das Motiv selbst spaltet und verdoppelt sich häufig, sodass ein Gesicht mehr als nur ein Mund oder eine Nase zieren. Oder sind es bereits zwei Gesichter? Ich bin etwas verwirrt, ich muss noch darüber nachdenken.












(via) Copyright Christine Wu