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Am 9. Mai eröffnete die Biennale di Venezia zum mittlerweile 56. Mal ihre Pforten. Neben über 130 Künstlern, die ihre Werke zeigen, gibt es auch wieder Pavillons, die von einzelnen Nationen gestaltet wurden. Für Großbritannien tat dies Sarah Lucas – und die hat eine ordentliche Duftmarke hinterlassen. In einer komplett gelben Kulisse platzierte sie einige recht verstörende Skulpturen, die sich mit Sex und dem menschlichen Körper beschäftigen.

Im Mittelpunkt der „I scream daddio“ genannten Ausstellung steht „Maradona“, ein abstrakt dargestellter liegender Mann mit einer riesigen Erektion. Seinen Namen bekam die zwischen Schönheit und Lächerlichkeit schwankende Skulptur vom argentinischen Fußballer Diego Maradona. In den anderen Räumen des Pavillons stehen, sitzen und liegen Teile von weiblichen Körpern in ziemlich eindeutige Posen. Da reibt sich beispielsweise ein Torso an einem umgestoßenen Toilettensitz, während andere, lasziv an Tische gelehnt, Zigaretten in Vagina und Hintern stecken haben. Überhaupt agieren die Ausstellungsstücke auffällig mit den vorhandenen Möbelstücken. Der Kurator von Lucas’ Installation ist Richard Riley, zu finden ist der britische Pavillon im venezianischen Stadtteil Giardini.














all photos by cristiano corte © british council (via)