Dyson Big Ball – Der beutellose Bodenstaubsauger, der nicht umkippt - detailverliebt.de
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Dyson Big Ball – Der beutellose Bodenstaubsauger, der nicht umkippt

Bodenstaubsauger, bei denen man das komplette Innenleben hinter sich herziehen muss, erinnern irgendwie an alte Zeiten und gelten fast schon als “Vintage”. Schließlich gibt es mittlerweile Akkusauger oder für ganz Faule: Saugroboter. Wir durften uns allerdings eines Besseren belehren lassen, als wir den Dyson Big Ball getestet haben. Der rundliche Sauger ist nämlich ein cooler Begleiter im Haushalt, was wir niemals gedacht hätten. Das Dyson-Team hat sämtliche Stör-Punkte eines typischen Bodenstaubsaugers innovativ und clever gelöst. Sei es der nervige Beutelwechsel, das Umkippen des Saugers oder die meist viel zu kurz bemessene Kabellänge. Und am Ende hat uns der Big Ball noch mit einer ganz anderen Sache überrascht.

Allgemein
Gerade mal 7,5 Kg bringt der Bodenstaubsauger von Dyson auf die Waage. Farblich kommt er im futuristischen Silber daher und ist mit roten und blauen Elementen aufgepeppt. Erinnert optisch also keineswegs an Omas alten Sauger, sondern eher wie ein Teil aus “Zurück in die Zukunft”. Auf der Hinterseite des Balls findet man einmal den Powerknopf und einmal den Knopf zum Einrollen des Kabels. Beide ungewöhnlich klein und unauffällig platziert. Trotzdem sehr sensible Elemente, die man natürlich auch mit dem Fuß bedienen kann. Der Griff des Saugrohrs verfügt über ein 360º-Gelenk für volle Bewegungsfreiheit und das Rohr lässt sich noch weiter ausziehen, um schwer zugängliche Stellen zu reinigen.

Zusammenbau
Beim Blick auf den Inhalt des Kartons, sah man noch keinen Staubsauger. Dazu musste man erstmal Hand anlegen. Die Bedienungsanleitung demonstrierte in Form von 2 Grafiken, wie der Dyson Big Ball im Handumdrehen einsatzbereit ist. Klare Sache, dachten wir uns und dann passte aber plötzlich gar nichts zusammen – trotz easy Steckmechanismus. Nach genaueren Betrachten der Anleitung wurde dann klar, dass wir den Staubsauger einfach aus einer anderen Perspektive – nämlich seitlich mit angebrachtem Zubehör – sehen. Nach diesem Aha-Moment dauerte es nur wenige Sekunden, bis alles an seinen Platz war.

Zubehör
Der Dyson Big Ball kommt mit allerhand nützlichem Zubehör ins Haus. So, dass man eben für alle Zimmer und Böden gewappnet ist. Deshalb gibt es eine Treppen- und Kombidüse, eine Polsterdüse oder die flexible Parkettdüse mit dazu. Wie oben schon erwähnt, verstauben die nicht bis zu ihrem Einsatz im Karton, sondern werden direkt an der Mittelstange befestigt. Durch einfaches Umstecken ist man somit immer flexibel und hat alle Düsen griffbereit.

Saugkraft
Kommen wir zum wohl wichtigsten Punkt – der Saugkraft. Was nützt schließlich der tollste Sauger, wenn er seinen Zweck nicht erfüllt? Also ran an den Schmutz. Weil das Büro gerade erst gesaugt wurde, mussten wir mit dem Dreck etwas nachhelfen. Etwas Sägespäne und Holzfasern mussten dafür herhalten. Diese kleine Fläche war jetzt allerdings keine große Sache für den Bodenstaubsauger. Was uns dann aber stutzig machte war der plötzliche Staub-Wirbelwind, der im transparenten Auffangbehälter rotierte. So, als hätten wir bereits eine komplette 4-Raum-Wohnung gesaugt. Dabei war das hier nicht mal 1 m²! Da steckt also ordentlich Power in dem Ding. So viel, dass er selbst dort noch richtig viel Staub aus dem Teppich zieht, der erst einen Tag zuvor gesaugt wurde.

Features
Ja, neben der unwahrscheinlich hohen Saugkraft, die man ja von Dyson kennt, gibt es noch viele weitere geniale Features. Der Big Ball ist nämlich ein Steh-auf-Männchen. Egal ob man mal wieder die Türschwelle überwinden muss oder die Kurve nicht richtig bekommen hat, meist landet der Bodensauger erstmal auf die Seite und muss wieder aufgerichtet werden. Ein Albtraum, der nun endet. Dank seines niedrigen Schwerpunktes und dank der Schwerkraft richtet sich der Dyson Big Ball nämlich automatisch wieder auf. Wir haben ihn absichtlich umgestoßen, was quasi nicht möglich war. Da spart man natürlich Zeit bei der Hausarbeit und muss nicht immer drauf achten, ob beim Gespann alles ok ist.

Die Bodendüse kann in ihrer Saugkraft reguliert werden. Dazu bedient man einfach den Schieberegler oben auf der Düse bis hin zu “Max”. Wir hatten das Maximum auch mal probiert und konnten den Staubsauger fast nicht von der Stelle bewegen, weil sich die Düse so festgesaugt hat. Also entschieden wir uns doch lieber für den Mittelweg. Und da wird auch schon mehr als genug aus dem Boden geholt und der Auffangbehälter brachte immer mehr Staub ans Tageslicht. Zu verdanken der innovativen Radial Cyclone™ Technologie, die auch Allergene aus der Wohnung entfernt.

Was nun aber tun, wenn der Behälter voll ist? Entleeren natürlich. Das ging ganz praktisch und schnell – ohne, dass man sich dabei die Hände schmutzig macht. Der Behälter wird mittels des roten Knopfes herausgelöst und kann dann mit einer weiteren Handbewegung am unteren Knopf entleert werden. Wird der Knopf bis zum Anschlag heruntergedrückt, öffnet sich unten die Luke und der Inhalt kann schnell entsorgt werden. Der Filter kann nach Bedarf mit Wasser gereinigt werden. Ansonsten wird der Behälter wieder eingesetzt und es kann weitergehen.

Für 429 Euro gibt es den Dyson Big Ball bei Amazon.

Fazit: Mit dem Bodenstaubsauger von Dyson hat man im Vergleich zu anderen Saugern einen höheren Aktionsradius und nicht ständig das Gefühl, dass man vorsichtig beim Saugen sein muss. Es könnte ja etwas umfallen. Der Anschaffungspreis ist natürlich kein Taschengeld, aber wenn man bedenkt, dass man nie wieder Beutel kaufen oder Filter wechseln muss, ist das irgendwie kompatibel. Es entstehen tatsächlich keine zusätzlichen Kosten und mit dem Gerät hat man sicherlich ein Leben lang eine zuverlässige Haushaltshilfe. Noch dazu eine, die sehr benutzerfreundlich ist. Absolut top ist aber die unglaubliche Saugkraft, die uns wirklich richtig erstaunt und überrascht hat. Da wird “form follows function” völlig außer Kraft gesetzt, denn beide Bereiche wurden wunderbar miteinander kombiniert.

Vielen Dank an Dyson für das Bereitstellen des Testgeräts!

Andreas Dittberner vor 3 Wochen

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