Nein, nicht alle seine Fotokunstwerke erscheinen in dieser Optik, jedoch liegt ihm die Kunst des Chiaroscuro – das raffinierte Spiel mit Lichtkontrasten, in den Zeiten des Barock entdeckt und bis heute beliebt, – besonders am Herzen. Edwin Charmillot aus der Schweiz ist ein begnadeter, wenn auch mit nur 20 Jahren sehr junger Fotograf mit einem Faible für Frauenporträts. Meist ist der Künstler mit seinen Modellen befreundet, aber auch Freiwillige dürfen sich von Edwin porträtieren lassen. Hauptsache, die Chemie stimmt.

Edwins Fotoporträts strahlen eine romantisch-melancholische Stimmung aus. Die Zeit scheint auf diesen Bildern still zu stehen, die jungen Damen blicken ernst und nachdenklich. Es wird etwas mit Licht gespielt, aber nur dezent. Auch starke Kontraste versucht der Künstler zu vermeiden. Er ist in Halbtöne und Schattierungen verliebt, er mag das Subtile und das Flüchtige.

Diese Werke erzählen Bände, jedoch im Flüsterton. Ich könnte über jedes Bild stundenlang sinnieren – wenn ich natürlich genug Muße hätte.

Sometimes I may be a little depressing, but I like this sad side of b&w.“















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