Mit kraftvollen Pinselstrichen trägt er die Farbe auf und lässt ausdrucksvolle Porträts entstehen. Den Malstil von Mathieu Laca würde ich als modernen Expressionismus mit starken Verbindungen zu gewagten Dekonstruktionsversuchen eines Francis Bacons bezeichnen.

Der kanadische Maler ist aktuell dabei, eine Reihe an beeindruckenden Porträts von herausragenden Persönlichkeiten zu erschaffen. Geniale Maler wie Frida Kahlo, Schriftsteller wie Franz Kafka, Musiker wie Richard Wagner oder Wissenschaftler wie Charles Darwin – sie alle richten ihre aufmerksamen Augen auf uns oder lassen mal ihren Blick schweifen, in ihre Gedanken versunken.

Neben der äußeren Ähnlichkeit versucht Mathieu den Geist der Genialität wiederzugeben. Seine Gemälde wirken etwas verfremdet, manchmal karikiert. Die Realität wird von dem Maler als ein Schleier begriffen. Es gilt, hinter diesen hindurch zu dringen, und dort, im zunächst Verborgenen, nach dem wahren Ich des Genies zu suchen. Seine Kunst meidet das Hässliche, die entstellten Figuren Bacons bleiben uns hier erspart. Leicht deformierte Körper verstehe ich als ein Hinweis auf die Freiheit des Geistes. Dieser gibt sich mit der Enge unseres Körpers keineswegs zufrieden und lebt davon, die Grenzen zu überschreiten und hinter den Horizont zu schauen.

Seine neuesten Werke präsentiert Mathieu unter anderem auf Instagram und auf seiner französischsprachigen Homepage.










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