„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“, so der bekannte Leitspruch von Johann Wolfgang von Goethe. Tatsächlich gibt die Ankunft neuen Lebens oft erst den Impuls, sich mit dem eigenen auseinanderzusetzen. Wo liegen die persönlichen Wurzeln? Und wohin will man wachsen? Das sind Fragen, die sich jeder zunächst selbst beantworten muss, bevor er dem eigenen Nachwuchs ein kompetenter Wegweiser sein kann.

Christoffer Relander schlägt für diese Sinnsuche kreative Wege ein. Mit seiner Fotoserie „Jarred & Displaced“ nutzt er analogen, mehrfach belichteten Film, um Bilder von der Gegend, in der selbst aufgewachsen ist, scheinbar in Schraubgläsern einzufangen. Die Filme entwickelt und scannt Relander selbst. Durch die ausgefeilte Technik kann er auf Software wie Photoshop getrost verzichten, um ein Glas seiner finnischen Heimat als Foto stets mit sich zu führen.














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