Wie kann ein statisches Bild einen dynamischen Impuls erhalten? Wie lassen sich Fotografie und Video miteinander verbinden? Jason Chen scheint eine Lösung dafür gefunden zu haben.

Der gebürtige Chinese, heute in Philadelphia, USA, zu Hause, nimmt mehrere Bilder nacheinander auf und schichtet diese über einander. Das nennt er „Fotoweberei“ und wählt auch als Hintergrund für seine Fotokreationen ein schlichtes Geflecht. So wird die Fotokunst um eine weitere Dimension, nämlich die Zeit, erweitert. Die zweidimensionalen Bilder bekommen eine unerwartete Tiefenwirkung und werden dreidimensional.

Vor allem geben Jasons Fotos die Vergänglichkeit und Flüchtigkeit des Augenblicks wieder. Sie führen uns ausdrucksvoll vor Augen, wie fragil unsere Existenz doch ist. Gerade noch hier, sind wir im nächsten Moment auch schon verschwunden, ob nur weiter gezogen oder aus dem Leben geschieden.

In der Tat stimmt mich die Fotoweberei irgendwie melancholisch ein – vielleicht was es genau die Intention des Künstlers, uns zum Nachdenken zu bringen? Was meinst du?

In 2012, Jason shifted his long-running focus on dry plate tintypes to a new process: photo weaving. He began using two separate images of the same person, each taken within seconds of each other, then wove them together. Because of his background in film and animation, Jason experiments with ways to incorporate the “Fourth Dimension” – Time – into his work. Photo weaving allows him to do this by exploring movement, process, and mutation.“










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