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Da rennt ein Typ auf den Londoner Straßen umher und trägt ein Schild herum mit der Aufschrift „Fuck the Poor“. Erinnert im ersten Moment ein wenig an den Auftritt von Bruce Willis bei Stirb Langsam. Aber wozu das Ganze?! Die Charity-Organisation Pillon Trust hat diese merkwürdige Aktion ins Leben gerufen. Sie wollte nämlich herausfinden, ob wir uns wirklich um diejenigen sorgen, denen es schlechter geht als uns. Was geschieht aber, wenn auf dem Schild plötzlich „Help the Poor“ steht?!

Normalerweise reagiert die Mehrheit der Gesellschaft beim Thema Armut und Obdachlosenhilfe gleich: Sie schalten auf Ignoranz. Aber ist Ignoranz auch Gleichgültigkeit? Nein, denn sonst hätten sich nicht so viele über die Tafel „Fuck the Poor“ beschwert. Ich finde die Aktion sehr gelungen, weil sie zeigt, dass viele eine sehr ausgeprägte Moral/Meinung haben und auch dafür einstehen. Nicht jeder hätte diesen Typen schließlich die Meinung gegeigt. Das taten aber (glücklicherweise) sehr viele. Wenn es jedoch um Taten geht, fehlt es uns an etwas.

Pillon Trust möchte deshalb an unser Gewissen appellieren – auf eine sehr ungewöhnliche, aber gelungene Art und Weise.




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