Seit nunmehr achtzig Jahren schaut sich der Dichter Edward James in dem Bildnis „Die verbotene Reproduktion“ (La reproduction interdite) im Spiegel an und sieht sich unmöglicherweise so, wie wir ihn sehen, nämlich von hinten. Ob das Porträt, das der belgische Surrealist René Magritte 1937 gemalt hat, Vorlage für die hyperrealistischen Zeichnungen des japanischen Künstlers Taisuke Mohri gewesen ist, ist nicht bekannt. Ganz unwahrscheinlich ist es aber nicht.

Die Darstellungen bei Mohri sind jedoch nicht annähernd so unmöglich wie bei Magritte. Mithilfe von sich gegenüberstehenden Spiegeln kann genau der Effekt erzielt werden, den wir sehen: Das Spiegelbild scheint von hinten auf das Modell zu blicken, dessen Blick wiederum uns, dem Betrachter, zugewandt ist. Zunächst stiften die Bilder auf diese Weise Verwirrung, jedoch ziehen sie den Betrachter genau deshalb in ihren Bann. Um den geheimnisvollen Eindruck perfekt zu machen, liegen die Porträts scheinbar hinter zerbrochenem Glas.










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