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Fotos entwickeln stets eine besondere Faszination, wenn der Betrachter einen Moment braucht, um zu verstehen, was er überhaupt sieht. Oder wenn ihm das Abgebildete die Möglichkeit gibt, seine Gedanken schweifen zu lassen. Der Norweger Geir Moseid versteht sich vorzüglich darauf, vermeintlich alltägliche Szenerien abzulichten, hinter denen immer noch etwas mehr steckt. Da liegt etwa eine junge Frau im Bett und ist übersäht mit roten Punkten, die auch auf der Bettdecke zu sehen sind.

„Plucked“ heißt die Serie, in der sich Moseid mit der Zwiespältigkeit der heimischen Umgebung, der Entfremdung in der Stadt und der sozialen Trennung beschäftigt – und zwar auf äußerst subtile Weise. Oft setzt der Fotograf Blumen in seinen Bildern ein, um die Vergänglichkeit des Lebens zu symbolisieren. Moseid wurde 1978 in Oslo geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet. Im Jahr 2008 hat er seinen Abschluss am London College of Communication gemacht und ist seitdem mit mehreren Fotoserien beschäftigt. „Plucked“ wurde schon 2008 erstmals ausgestellt, Moseid hat für seine Bilder schon mehrere Auszeichnungen erhalten.















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