Generation Y und das Thema Liebe – Warum Barbie und Ken not available sind - detailverliebt.de
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Generation Y und das Thema Liebe – Warum Barbie und Ken not available sind

Wir sind die Generation, die einen eigenen collen Namen bekommen hat: Generation Y. Wir sind die Millennials oder Digital Natives. Wir sind mit dem Internet und der mobilen Kommunikation (auf)gewachsen. Freunde und Familie sind für uns jederzeit erreichbar. Über soziale Netzwerke vernetzen wir uns mit der Welt und trotzdem hat diese Generation ein Problem: Den richtigen Partner zu finden. Und das trotz boomender Datingportale und zahlreicher Apps zum Kennenlernen von Leuten aus der Umgebung.

Liebe ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Kein Daunenbett, sondern ein kurviger Weg.

Auch ich lebe allein – in Berlin. Dort, wo etwa die Hälfte der Haushalte durch Singles gefüllt werden. In einer Großstadt, die als Party-Metropole in jedem Reiseführer vorgestellt wird. In einer Stadt, die niemals schläft. Aufgrund dieser Begebenheiten sollte es doch ein leichtes Spiel für mich sein, einen passenden Prinzen zu finden. Tja, Pustekuchen. Ein Widerspruch in sich. Nicht mal all die Dating-Portale, die mit ausgeklügelten Algorithmen die perfekten Paare zueinander wählen können, scheinen an dieser Misere etwas zu ändern. Das reale Leben sieht eben anders aus. Und welcher Single meiner Generation sucht schon über solche Portale nach einem Partner? Zumal man dafür auch Geld investieren muss. Wir wollen es schnell und unkompliziert.

Aber die große Liebe wird uns nicht auf dem goldenen Teller serviert. Das habe ich gelernt. Man muss etwas dafür tun. Aber genau dort liegt sicherlich das Problem. Unsere Generation tut einfach zu wenig für eine funktionierende Beziehung. Unsere Ansprüche sind gewachsen. Letzter Ausweg ist die Trennung. Kämpfen kommt für viele nicht in Frage. Also lieber auf die Seite der Singles wechseln. So gibt man aber der großen Liebe keine Chance zum Wachsen und Bestehen.

Beginne bei dir selber – und die Welt ändert sich mit dir.

Barbie und Ken gibt es also vielleicht gar nicht. Vielleicht nur eine Art Prototyp, mit dem wir uns anfreunden müssen. Unser Lifestyle hat vielleicht unsere Augen vernebelt und vielleicht müssen wir hier und da unsere Ansprüche runterschrauben und nicht nur mit den Augen sehen. Überhaupt sollten wir viel öfter aufschauen, anstatt aufs Smartphone zu glotzen. Wer weiß, wieviele Flirtversuche dadurch schon ignoriert wurden. Also verbiete ich mir ab sofort das Texten und Surfen in den Öffis und widme mich lieber den hübschen Mitfahrerinnen.

Bilder: Shutterstock / Mascha Tace

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