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Geschredderte Ansichten: inspirierende Faden-Porträts von Ayaka Ito

Im Jahr 2005 schnürte die Japanerin Ayaka Ito ihr Bündel, um sich vom Imaging & Design Program am Rochester Institute of Technology inspirieren zu lassen. Wer die kleinen, aber feinen Projekte der Designerin kennt, attestiert: Der theoretische Input hat sich gelohnt, denn das kreative Potenzial ist bemerkenswert. Dabei laden die Installationen oder Illustrationen zu Gedankenreisen ein und fixen den persönlichen Kreativitätsdrang an.

Bestes Beispiel ist eines der jüngeren Projekte mit dem Titel »Scribbled Line People«. Die Bilderserie zeigt Menschen, umgeben von alltäglichen, natürlichen und technischen Sphären. Der Clou: Das Antlitz der Akteure ist geschreddert. Dadurch wirken die Personen auf kuriose Weise diffus, zerbrechlich und verschmelzen mit der Umgebung. Das scheint je nach Setting apart bis bedrohlich.

Diese Inszenierung ist der Wahl New Yorkerin in Zusammenarbeit mit dem Designer und Graphiker Randy Church gelungen, der bei der Programmierung der digitalen Kunst zur Seite stand. Wer sich selbst für Modern Arts und Upcycling interessiert, setzt mit Blick auf die Porträts gleich selbst den Schredder in Gang. Die Idee stachelt zu spannenden Designexperimenten mit Zeitungen, Magazinen, Altagsobjekten und Fotos an. Warum startest du nicht gleich mit den Schnappschüssen vom Ex durch?

Übrigens sind auch die anderen Werke der Jungdesignerin einen Zwischenstopp auf der Homepage wert.

Copyright by Ayaka Ito  (via & via)

Andreas Dittberner vor 4 Jahren

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