Auch die geschäftige Elbmetropole kommt irgendwann zur Ruhe und liegt in tiefem Schlaf. Noch lange nach dem Einbruch der Dunkelheit bleibt Hamburg putzmunter, Stunden vor der Morgendämmerung erwacht die Stadt. Gibt es wirklich eine Zeit, in der die Hansestadt sich schlafen legt? Bestimmt, sonst hätte Mark Broyer keine Chance, sein Nachtprojekt zu realisieren.

Wenn alles ruht und die Straßen menschenleer sind, dann nimmt der hamburgverliebte Fotograf seine Kamera und begibt sich auf die Wanderschaft. Sein Weg führt ihn nicht unbedingt zu den berühmten Highlights wie die Elfi oder der Hafen, die Speicherstadt oder der Michel.

Er hat eher einen Blick für das scheinbar Unscheinbare und Gewöhnliche, für kleine Kiosks, für die verschlafen blinkende Neonreklame, für beleuchtete Hauseingänge und schlanke Straßenlaternen. Er spielt mit Kontrasten zwischen Hell und Dunkel, er setzt ungewöhnliche Lichtakzente und lässt eine geheimnisvolle Atmosphäre entstehen.

Nacht für Nacht dokumentiert er den Schlaf seiner Lieblingsstadt und stellt dem Betrachter seiner umfangreichen „After Hours“-Serie Hamburg nicht als eine schick-stylische Metropole, sondern als eine müde, schlichte und gemütliche Heimat vor.









(via) Copyright Mark Broyer