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Herr Schäuble zeigt, wie man nicht mit seinen Mitarbeitern umgehen sollte

Heute gibt es bei uns mal einen kleinen Ausflug in die Politik. Das obige Video hat in den vergangenen Tagen schon einige Wellen geschlagen. Es zeigt einen gewaltigen Fehlgriff unseres Bundesfinanzministers Herrn Schäuble. Nun zieht sein Sprecher Dr. Michael Offer Konsequenzen und quittiert seinen Job. Richtig so!

„Reden Sie nicht, Herr Offer“

Als ich das Video das erste mal gesehen habe, war ich wirklich entsetzt. Ich frage mich: Wie kann ein hochrangiger Politiker einen seiner wichtigsten Mitarbeiter, vor versammelter Presse so demontieren? Ich meine, wir kennen es, jeder hat mal einen schlechten Tag und ist nicht gut auf seine Kollegen/Mitarbeiter zu sprechen, aber so etwas geht gar nicht.

Was war passiert? Am vergangenen Donnerstag wollte Schäubles Sprecher, Herr Offer die Pressekonferenz zur Steuerschätzung eröffnen. Er dachte, die Unterlagen für die Pressevertreter seien bereits verteilt worden. Dem war aber nicht so. Entsetzt, ja fast zynisch setzte Schäuble zum verbalen Rundumschlag an und verabschiedete sich schließlich kurzfristig von der Pressekonferenz.

Nach ca. 20 Minuten erschien Schäuble wieder auf der Bildfläche und stellte seinen Sprecher erneut auf übelste Art und Weise bloß. Und das nur wegen ein paar nicht verteilten Zetteln. Unfassbar.

Ich denke jedem schießt hier der Gedanke in den Kopf: „Würde das mein Chef mit mir machen, dann…“.

Personalmanagement neu definiert

Nun, wenige Tage später zieht Herr Offer die Konsequenzen und tritt zurück. In einem offiziellen Brief an Herrn Schäuble heißt es: „Ich erkläre damit meinen Rücktritt als Ihr Sprecher und bitte um Zuweisung einer neuen Aufgabe“.

Ich finde das ist absolut konsequent. Denn offensichtlich ist das Verhältnis mit Herrn Schäuble schlichtweg zerrüttet.

Einen sehr interessaten und sicherlich journalistisch wertvolleren Artikel findet Ihr auf Spiegel Online. Absolute Leseempfehlung.

Auch im Netz macht der Faux-Pas unseres Ministers schon die Runde. Eine herrlich parodierende Stellenanzeige findet Ihr bei TITANIC:

Das sitzt! Oh man, manchmal sollte man erst denken und dann reden. Vor allem sollte man sich seiner Verantwortung bewusst sein. Ich bin gespannt ob Herr Schäuble nochmal Stellung bezieht…

Was meint Ihr dazu? Wär der Job vielleicht was für Euch? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

Thorsten Rusch vor 8 Jahren

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