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Hyperreale Kunstobjekte von Sarah Sitkin

Erschreckend real sehen einige der Skulpturen von Sarah Sitkin aus. Sie formt gerne menschliche Körperteile nach, an denen aber entweder etwas fehlt, die völlig deformiert oder einfach mit anderen schrägen Objekten kombiniert sind. Abgetrennte Köpfe, Hände mit fehlenden Fingern, zerschnittene Nasen – all das findet man in ihrer Werkstatt und dennoch will sie ihr Werk nicht als Horrorkunst verstanden wissen sondern als „human art“. Sie erkundet darin, wie Fiktion und Wirklichkeit miteinander verschmelzen.

Eines ihrer neueren Arbeiten ist eine Ohr-Prothese, die man einem iPhone wie eine Hülle anzieht. Das Ohr sieht nicht nur echt aus, sondern fühlt sich auch wie ein echtes menschliches Organ an. So werden Ohr und Smartphone eins. Weil sie wirklich sehr gekonnt mit verschiedenen Materialien wie Silikon, Ton, Gips, Harz und Latex umgeht, wirken die Objekte aber eben fast nicht mehr wie hergestellte Kunstprodukte sondern „hyperreal“, wie es die zeitgenössische Künstlerin selbst beschreibt. Sarah Sitkin arbeitet in Los Angeles.

Copyright by Sarah Sitkin (via)

Andreas Dittberner vor 1 Monat

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