Nicht dass alle früheren Barbies völlig gesichtslos wären. Doch so individuell und charaktervoll präsentieren sich die beliebten Puppen wohl zum ersten Mal in ihrer Geschichte. Mattel überrascht neuerdings mit einer eher ungewöhnlichen Idee: Barbies sind jetzt nicht irgendwer, sondern lauter berühmte Frauen. Mehr noch, der Spielzeughersteller orientiert sich bei der Wahl der Protagonistinnen weniger am Beauty-Faktor, sondern vielmehr an den inneren Werten.

Sein Ziel – Frauen als inspirierende Vorbilder zu zeigen. So wie zum Beispiel die mexikanische Malerin Frieda Kahlo, eine emanzipierte, starke Frau und eine vielseitige Künstlerin. Oder Bindi Irwin, eine passionierte Naturschützerin und erfolgreiche Schauspielerin aus Australien. Oder aber die Fechterin und Olympiasiegerin Ibtihaj Muhammad, die erste Sportlerin, die das Recht errungen hat, mit Kopftuch aufzutreten. Sogar die Barbiefigur mit einem Kopftuch sorgte hierzulande für hitzige Debatte. Für mich ist Ibtihaj ein Beispiel einer modernen Muslimin und ein Beweis, dass der Glaube und die Freiheit einander nicht zwangsläufig im Wege stehen müssen.

Die neue Puppen-Generation geht sogar einen Schritt weiter und verzichtet – zumindest teilweise – auf die Schlankheitsideale der klassischen Barbie. Denn da ist die liebe Ashley Graham, ein erfolgreiches Plus-Size-Model und laut Eigenbeschreibung „Body Activist“. Eine mollige Barbie sieht m.E. voll cool aus.
Kurzum – ein beachtenswertes Projekt und ein sympathisches Spielzeug. Nicht nur für Mädchen.



















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