Die Französin Julie Gonce versteht es meisterlich, aus buntem Glas filigrane Skulpturen zu schaffen, die durch ihre natürliche Form glänzen. So gestaltet sie etwa ausgehöhlte Äste, in denen Moos und andere Pflanzen wachsen. Oder sie lässt Quallen und Seeanemonen so aussehen, als wären sie echt. Nicht nur strebt Gonce danach, unser Bewusstsein für die Natur zu erhöhen, sie nutzt auch alte Techniken der Glasbläserei.

„I use these series to take the torch glass to other horizons. I mount my sculptures by assembling a multitude of blown or spun glass elements. I like to play accumulation. Associated by sewing wood, earth, metal or any other material, the glass highlights a hidden dimension, expresses the emotion of my universe.  The glass is at the heart of the work, it vibrates inside, it is his soul.“

Am Beginn jeder Skulptur steht ein Glasstab, den Gonce auf die nötige Temperatur erhitzt. Mit einem Blasrohr pustet sie ihn dann auf und formt ihn so, wie sie es sich vorstellt. Jedes Element eines Werks muss an die anderen genäht werden, damit sich am Ende eine vollständige Skulptur ergibt. Für ihre Arbeit verwendet Gonce sowohl Borosilikat- als auch Kalk-Natron-Glas. Ihre Liebe zur Natur rührt unter anderem daher, dass sie in der Nähe eines Waldes lebt und darin ständig die sich verändernden Texturen sieht. Derzeit sind einige ihrer Werke in der Galerie Collection in Paris zu sehen. Die Sammelausstellung läuft noch bis Anfang 2019.








(via) Copyright Julie Gonce