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Kindle kaufen oder nicht?

Genau diese Frage stellte ich mir seit einiger Zeit. Wie Ihr seht, ist die Entscheidung gefallen. Und da ich denke, dass einige von Euch auch überlegen den neusten Hype von Amazon zu kaufen, möchte ich in einem kurzen Artikel über meine Erfahrungen mit dem neuen eBook-Reader berichten.

Nun ja, seit einiger Zeit kann sich keiner, der in regelmäßigen Abständen die Amazon-Startseite aufruft (oder den Fernseher einschaltet) dem neuen Kindle verwehren. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft schlägt Amazon nochmal gewaltig die Werbetrommel. Und auch ich bin umgefallen und hab 99 Euro für ein weiteres Technik-Spielzeug ausgegeben.

Für Amazon ist das sicherlich ein lohnendes Geschäft, denn verdient wird nicht nur mit der Hardware, sondern vor allem durch die Bücher und Zeitungen, die im Store verkauft werden (und in den meisten Fällen nicht deutlich günstiger sind als die gedruckten Exemplare).

Warum habe ich ein Kindle gekauft?

Im Hinblick auf den bevorstehenden Urlaub wollte ich mal wieder ein Buch lesen. Da ich (außer bei Bildbänden) die gedruckten Exemplare nicht unbedingt haben muss und der Koffer sowieso immer zu voll ist, bot sich ein Kauf aus Platzgründen an.

Darüber hinaus würde ich gerne wieder mehr lesen und ich bildete mir also ein, dass ein Kindle mein Literatur-Konsum katalysieren könnte. Außerdem sind 99 Euro ein fairer Deal. Von daher: In den Einkaufswagen und ab dafür!

So spartanisch kommt die Kiste im übrigen an:

Im Store und in den zahlreichen SPAM-Mails die Amazon mittlerweile versendet werden zahlreiche Zubehörteile angepriesen. Darunter sind insbesondere Ladegeräte (totaler Quatsch, ein USB-Kable tut es voll und ganz bzw. ein iPhone-Ladegerät erfüllt auch diesen Zweck) und Taschen (ich sehe es nicht ein 59 Knaller für eine Tasche auszugeben, wenn das Gerät 99 Euro gekostet hat). Die Grundausstattung reicht also voll und ganz.

In den ersten Schritten hab ich mein Kindle dann auf den deutschen Amazon-Store umgestellt und los ging’s. So sieht der Start-Bildschirm aus:

Im Store findet Ihr einige kostenlose Klassiker, das ist zwar ganz nett aber bringt mir persönlich nicht die literarische Erfüllung. Viel interessanter sind die kostenpflichtigen Angebote, die bei Amazon nur so zum Kauf einladen. Das positive hierbei ist, dass man bspw. Zeitungsabos in den meisten Fällen 14 Tage lang kostenlos testen kann. Dies habe ich mit der Welt Kompakt auch gemacht.

Generell mag ich die Welt Kompakt weil die Artikel schön kurz gehalten sind und für jeden was dabei ist. Seichte Unterhaltung, nicht mehr, nicht weniger. Die Umsetzung auf dem Kindle ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Wie Ihr sehen könnt findet Ihr auf der linken Seite die Rubriken und auf der rechten Seite dann die einzelnen Artikel. Strukturierter kann man eine Zeitung auf dem Kindle nicht anzeigen.

Immer aktuell und das ganz ohne Altpapier

Schön ist es außerdem, dass jeden Morgen automatisch das neuste Exemplar auf das Kindle geladen wird. Das funktioniert wirklich sehr gut. Und trotzdem habe ich das Abo wieder gekündigt, da mir 11,99 € zu viel sind um nur sporadisch reinzuschauen. Häufig hat mir die Zeit einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Eine grandiose Erfindung ist Instapaper. In den paar Wochen seitdem ich das Kindle hab, habe ich diesen Service lieben gelernt. Das ganze funktioniert wie folgt: Nachdem man sich einen Account angelegt hat und das sogenannte Bookmarklet in seine Browserleiste gezogen hat kann es losgehen. Findet man nun einen Artikel im Netz, den man gerne lesen würde, aktuell aber keine Zeit hat, klickt man einfach auf das Bookmarklet und Instapaper sendet eine Kindle-freundliche Version direkt auf das kleine Lesegerät. Magic!

Das ist wirklich total genial, da ich auf der Arbeit ganz häufig auf lesenswerte Artikel stoße, aber dann doch keine Zeit habe sie zu lesen. Nun kann ich mir Abends ein paar Minuten Zeit nehmen und das ganz entspannt nachholen. Allein wegen dieser Funktion hat sich der Kauf des Kindles gelohnt.

Ach ja und das folgende ist das nächste Buch, was ich (hoffentlich) im Urlaub durchlesen werde… Ich bin gespannt.

 

Abschließend muss ich sagen, dass ich den Kauf bisher auf keinen Fall bereut habe. Im Gegenteil. Ich finde das Kindle großartig. Das Display ist der absolute wahnsinn und durch die Darstellung von einem konventionellen Buch kaum zu unterscheiden. Das Kindle liegt sehr gut in der Hand und die Tasten sind gut angeordnet, auch bei längerem lesen ist das sehr angenehm. Man darf vom Kindle halt nicht zu viel erwarten, es ist und bleibt ein einfacher eBook-Reader.

Ich weiß nicht, ob Ihr versteht was ich meine, aber es ist echt angenehm mal wieder ein Gerät in der Hand zu halten, bei dem man den vollen Funktionsumfang ausnutzt. Ich finde das super!

So und nun bin ich auf Eure Meinung gespannt! Was denkt Ihr über das Kindle? Habt Ihr noch Fragen? Denkt Ihr auch darüber nach ein Kindle zu kaufen? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

Thorsten Rusch vor 6 Jahren

Kommentare

  • @dr3dosagt:
    28. Nov. 2011 um 13:53

    Bin auch sehr lange „mit der Entscheidung schwanger gegangen“ – und habe mir vor zwei Monaten ( http://sh.dr3.do/ub7jw1 ) ein Kindle geshoppt. Bereut? NEIN, KEINESFALLS. Bin superzufrieden damit. Gerade das „jederzeit nachladen können“ hatte sich bei meinem mehrwöchigen Reha-Aufenthalt als non-plus-ultra erwiesen; Gerät eingepackt, Bücher später nach Lust-und-Laune ausgesucht. Achja, der Kundenservice ( http://sh.dr3.do/up3X8r ) war bisher auch tadellos und hat immer im Sinne des Kunden reagiert.

  • Fabiansagt:
    28. Nov. 2011 um 14:10

    Ich bin auch schon lange am überlegen…

    Wenn ich das Geld mal über habe, hol ich mir eins ;)

  • Nilssagt:
    28. Nov. 2011 um 14:18

    Glückwunsch zur neuen Spielerei aber für mich ist ein Kindle einfach gar nichts trotzdem muss ich sagen das wenn ich jemanden in der Bahn damit sehe das die Buchstaben sowas von scharf zu sehen sind und das wirklich aus allen Richtungen!

  • Berndsagt:
    28. Nov. 2011 um 14:28

    Bin auch schon etwas länger am überlegen ob ich mir zu meinem iPad noch ein Kindle anschaffen soll. Im Prinzip ist diese Überlegung lediglich wegen des Displays, da das Kindle-Display nicht wirklich spiegelt.

    Ich finde gerade das Angebot für eBooks von Amazon recht interessant und nutze dies auch schon auf meinem iPad. Die Frage ist halt noch ob der Kindle wirklich soviele Vorteile für mich bietet oder ob mir die Kindle-App für das iPad auch ausreicht….

  • Annesagt:
    28. Nov. 2011 um 14:37

    Ich hab mein Kindle jetzt seit neun Monaten oder so und hab selten einen Kauf so dermaßen überhaupt nicht bereut. Ich hab ja vorher schon viel gelesen, aber mit einem Kindle hat man eigentlich jederzeit und überall ein Buch dabei, man braucht auch nur eine Hand zu lesen, kann seine ganze Bibliothek mit rumschleppen. Audible-Integration klappt auch recht gut (wobei die von .com deutlich besser ist als die von .de), insofern hab ich jetzt auch angefangen, mehr Hörbücher zu „lesen“.

    Ich hab zwar kein iPad, also kann ich keinen direkten Vergleich ziehen, aber so ein e-Ink-Display ist halt was ganz feines und strengt eben nicht die Augen, spiegelt nicht. Letztlich fast besser als Papier.

    Wir sind vor einem Jahr umgezogen, haben uns verkleinert und im Moment haben wir vermutlich so um die 40 Kisten Bücher eingelagert. Da ich gerne in der Originalsprache und am liebsten Sci-Fi und Fantasy lese, ist auch die Bücherei keine wirkliche Option, da mir da die Auswahl ein bisschen fehlt. Da wurde es Zeit, mal über Alternativen nachzudenken. Ich kann’s nur jedem empfehlen, der gerne liest. Tatsächlich kann das Kindle halt vor allem eins – e-Books anzeigen – und sonst nicht viel. Das, was es kann, kann es aber extrem gut und überzeugend.

    Und mittlerweile ist das Kindle auch signiert. Man kommt ja leider nicht mehr mit Büchern zu Lesungen, aber da tut’s dann ein Kindle und ein Edding auch.

  • Fabiansagt:
    29. Nov. 2011 um 11:42

    Das was Anne da jetzt schreibt überzeugt mich irgendwie schon, dass ich so ein Ding unbedingt brauche :D Ich fahre jeden Tag minimum eine Stunde Zug. Und da lese ich gerne. Aber ich hab weder die Zeit noch die Lust jedes mal wenn mein Buch aus ist, in einen Buchladen zu gehen und ein neues zu kaufen.

    Aber schnell mal eins bei Amazon kaufen ist durchaus drinnen.

  • Johannessagt:
    01. Dec. 2011 um 00:42

    Klasse Tip mit Instapaper! Ich habe nach langer Zeit der entschiedenen ebook-Resistenz das kindle gekauft und bin ähnlich begeistert. Zeitungen sind noch zu teuer, ebooks oft auch, das hängt aber auch mit der deutschen Preisbindung zusammen. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass man sich mit dem kindle nicht mehr an amazon bindet… aber das ist wohl noch Untopie.

  • Annesagt:
    01. Dec. 2011 um 10:54

    Es gibt mittlerweile auch Shops, die ebooks im Kindle oder zumindest mobi-Format anbieten. Von den Technologieverlagen bietet O’Reilly in jedem Fall mobi an, Manning meines Wissens auch.

    Wie das mit anderen Verlagen bzw. Shops aussieht, weiß ich nicht, da ich noch nicht konkret danach gesucht habe. Auch einige Umsonstportale (Gutenberg usw.) bieten Kindle-kompatible Formate an. So schlimm, wie es manchmal klingt, ist es also nicht.

  • Gerritsagt:
    18. May. 2012 um 14:25

    Ich denke es ist grundsätzlich eine gute Entscheidung sich einen Kindle zuzulegen, wenn man gerne liest. Was Amazon im eBook-Store bietet ist mehr als ausreichend (ich vermute sogar mehr, als man in einem einzigen Leben lesen könnte) und hoffe, dass auch noch mehr Leute bald auf den Geschmack des Kindle kommen.

    Ich will mir gar nicht ausmalen mit einem iPad o.ä. in der Sonne zu sitzen und nichts zu erkennen, da lob´ ich mir doch die gute alte e-Ink :)

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