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Desire Obtain Cherish – so lautet der durchaus ungewöhnliche Künstlername des US-amerikanischen Bildhauers Jonathan Paul. Auf Deutsch bedeutet die Aneinanderreihung von Verben „verlangen, bekommen, wertschätzen“, und das trifft recht gut, womit sich viele der Werke von Paul auseinandersetzen. In seinen Skulpturen behandelt er nämlich das heutige Streben nach Reichtum und Luxusgütern. Dann hängt er beispielsweise Babys an den Tropf, auf dem „Prada“ oder „Tom Ford“ geschrieben steht.

Zugleich arbeitet sich Paul häufig am generellen Begriff der Kunst ab. So hängt er Chatnachrichten, die du von deinem Smartphone kennst, an die Wand einer Galerie, und behauptet innerhalb der Botschaften, dass sie großartige Kunstwerke sind. Oder er stellt ein Schild auf einen leeren Sockel und schreibt darauf, dass er das Geld für die Skulptur lieber ins Unternehmen eines Freundes investiert. Seit 2011 stellt Paul seine Werke regelmäßig aus.








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