Amy Gross fühlt sich mit der Natur auf eine besondere Art verbunden. Ganz besonders faszinieren sie Objekte, die zum einen im Verfall begriffen sind und zum anderen doch auf eine geheimnisvolle Weise sich immer weiter entwickeln.

Es sind die fantastischen Metamorphosen des Natürlichen und die Dialektik des Überlebenskampfes, die diese Künstlerin am meisten beschäftigen. Genau darum geht es in diesen detailreichen Kompositionen. Hier scheint die Natur selbst am Werk zu sein – an einer Stelle sind Honigwaben zu erkennen, woanders ranken die frischen Zweige zwischen den Mooskugeln.

„My hand-embroidered and beaded fiber sculptures are my attempt to merge together the natural world and my own inner life. Their symbiosis suggests not only what can be seen, but also what cannot: the early alterations of time, the first suggestions of disintegration.“

Und da sind noch Pilze, diese seltsamen Organismen, weder Pflanze noch Tier. Ganze Familien von Birkenporlingen, Düngerlingen, Grünlingen gehen eine Symbiose mit Flechten und Schimmelpilzen ein. Doch haben Amys Komposition eigentlich Bestand oder vergehen sie in den nächsten Tagen?

Doch, diese Kunstwerke werden sicherlich noch Jahrzehnte überdauern. Denn – unglaublich, aber wahr! – wurden dafür keinerlei lebende oder tote Organismen der Natur entnommen. Alles, was du hier siehst, ist Plastik und Glas, Papier und Garn. So entsteht eine alternative Natur, die es so nicht gibt und die vielleicht gerade deshalb eine magische Ausstrahlung besitzt.











(via) Copyright Amy Gross