Lebensmittel – Was kauft Ihr ein? Wo kann man sparen? - detailverliebt.de
65 11103

Lebensmittel – Was kauft Ihr ein? Wo kann man sparen?

Heute haben wir zur Abwechslung mal ein anderes Thema für Euch. Gerne würden wir mit Euch über den wöchentlichen Einkauf diskutieren. Was kauft Ihr ein? Wo kauft Ihr ein? Und vor allem: Wo kann man Geld sparen? Das sind die Fragen, die uns interessieren…

Wie einige von Euch sicherlich mitbekommen haben, berichten die Medien in den letzten Tagen vermehrt über den wöchentlichen Einkauf. So widmete die Sendung Stern TV diesem Thema eine ganze Sendung und berichtete über Kaufgewohnheiten und Preisvergleiche beim Lebensmitteleinkauf.

Auch Stiftung Warentest hat sich mit diesem Thema auseinander gesetzt und insgesamt 900 Lebensmittel aus Discountläden und Supermärkten analysiert und drei Warenkörbe mit je zwölf Produkten preislich ausgewertet. Insbesondere den Vergleich zwischen Premiumware (Markenware: Nutella, Tempo, Persil, etc.), Discounterwaren (Aldi, Lidl, etc.) und Eigenmarken-Produkte (real,- QUALITY, JA!, etc.) fanden wir interessant.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass man beim alltäglichen Einkauf unheimlich viel Geld sparen kann. Bis vor einiger Zeit bin ich meist aus Bequemlichkeit in den nächstgelegenen Supermarkt (in meinem Fall „real,-„) gegangen und hab die aus der Werbung bekannten Produkte gekauft, ohne groß auf den Preis zu achten.

Seit einiger Zeit achte ich allerdings etwas genauer auf die gekauften Produkte, denn insbesondere durch den Weg zum Discounter, bzw. durch die einfache Umstellung von „Premiummarken“ auf „Eigenmarken“ der einzelnen Supermärkte, lässt sich bares Geld sparen. In meinem Fall sind das meist zwischen 15 und 20 € pro Einkauf. Auf’s Jahr hochgerechnet kommt da schon einiges zusammen.

Bei Stiftung Warentest wurden beispielsweise drei Warenkörbe mit den gleichen Produkten gefüllt. Einmal mit Premiummarken, einmal mit Discounterware und einmal mit Eigenmarken der einzelnen Supermärkte. Heraus kam, dass der Warenkorb mit den Premiummarken mit 19,60 € der teuerste war. Mit weitem Abstand folgte der Warenkorb mit den Eigenmarken der Supermärkte mit 13,67 €. Der Warenkorb mit der Discounterware war mit 13,15 € der günstigste. Somit kann man beim Einkauf gut und gerne 30% sparen, diese Erkenntnis deckt sich ganz klar mit meinen Erfahrungen.

Doch gibt es einen Qualitätsunterschied zwischen Premiummarken, Discounterwaren und Eigenmarken?

Das wollten wir testen. Und die Aktion „Testen Sie real,- QUALITY“ hat uns die Möglichkeit gegeben einige Produkte Ihres Sortiments kostenlos zu testen. Ich habe mir diesen kleinen, aber feinen Warenkorb zusammengestellt:

Ich finde, dass häufig kein großer Unterschied zwischen den Premiummarken, den Discounterwaren und den Eigenmarken besteht. In vielen Fällen werden die Lebensmittel sogar in den gleichen Produktionsstätten hergestellt. Ich differenziere da aber ganz klar nach Produkten. Meiner Meinung nach gibt es einige Lebensmittel, die man nicht substituieren kann (bspw. Nutella, hier hab ich noch kein Produkt in einer vergleichbaren Qualität gefunden). Dann gibt es Lebensmittel, die in Einzelfällen substituierbar sind (z.B. Marmelade, Wurst, Tiefkühlpizza), hier kommt es ganz klar auf persönliche Präferenzen an. Und dann gibt es die Lebensmittel, die ohne weiteres zu ersetzen sind (z.B. Butter, Salzstangen, Nudeln).

In Bezug auf die von mir getesten Produkte muss ich sagen, dass sicherlich fast alle mit den teureren Markenprodukten mithalten können. Besonders hervorheben kann ich den Orangen Direktsaft. Als leiderschaftlicher Orangensaft-Trinker ist dieser wirklich zu empfehlen. Bei Nudeln, Käse- und Wurstwaren kann man auch absolut nichts falsch machen. Nicht immer positiv finde ich die Qualität der Tomaten. Da der nächste real,- Markt nur wenige Meter von mir entfernt liegt, konnte ich das schon häufiger testen. Hier schwankt die Qualität häufiger mal. Ebenfalls würde ich bei den Kaugummis beim nächsten mal eher wieder zu den Airwaves greifen.

Alles in allem waren die Produkte wirklich klasse. Es zeigt sich mal wieder, dass man beim Einkauf viel Geld sparen kann. Man darf halt nur nicht immer zum erstbesten Produkt greifen, bzw. zu den Waren greifen, die man aus der Werbung kennt. Ich persönlich habe da eine ganz gute Mischung gefunden, die sich an dem oben genannten Beispiel orientiert. Es gibt halt einfach Produkte, die sich aufgrund eines bestimmten Geschmacks nicht ersetzen lassen.

Zum Schluss noch ein kurzer Hinweis auf die Aktion „Testen Sie real,- QUALITY„, durch die wir netterweise die oben gezeigten Lebensmittel zur Verfügung gestellt bekamen. Interessant zu sehen ist, was „real,-“ hier aufgebaut hat. Nach dem großen Rebranding wurde nun eine komplette Plattform geschaffen, in der Kunden die „real,- QUALITY“ Produkte bewerten können (ein kurzer Besuch lohnt sich). Außerdem kann man dort auch noch was gewinnen:

 So, nun interessiert uns natürlich Eure Erfahrung? Was kauft Ihr? Und wo kauft Ihr? Ausschließlich Markenprodukte? Beim Discounter? Oder auch viele Eigenmarken? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!

Thorsten Rusch vor 6 Jahren

Kommentare

  • Karlsagt:
    28. Oct. 2011 um 10:21

    Ich finde, dass neben Preis und Qualität auch noch Herstellungsbedingungen beim Produktkauf mit eingezogen werden müssen.
    Also z.B. kaufe ich lieber Schokolade, die 20 cent mehr kostet, wenn ich dafür Sinnvolle Arbeitsbedingungen auf den Kakaoplantagen unterstütze.
    Auch beim Wurst/Eierkauf kann man darauf achten, dass die Tiere vernünftig gehalten werdern, was z.B. für Metzgerwurst und gegen eingeschweisste billig-Wurst spricht.

  • Thorstensagt:
    28. Oct. 2011 um 10:37

    Hi Karl,

    da hast du natürlich vollkommen recht. Ich kaufe beispielsweise gar keine Produkte von Wiesenhof (darüber wollte ich auch nochmal einen Artikel schreiben).
    Es ist unfassbar was bei denen abgeht, Tierquälerei von aller übelster Sorte.

    Viele Grüße,
    Thorsten

  • Andisagt:
    28. Oct. 2011 um 11:23

    Oh Mann, über dieses Thema könnte man ja ganze Bücher schreiben. Und andere haben das ja auch schon getan. Nichts desto trotz hier kurz meine Meinung:

    Ich kaufe konsequent nur Bio-Produkte, die wie Karl erwähnt hat, möglichst auch fair gehandelt sein sollten. Der Preisunterschied ist nicht so eklatant, wie er immer dargestellt wird – zumindest, wenn man die Bio-Produkte mit Supermarkt-Markenware vergleicht. Sicher können die Preise oft nicht mit denen von Aldi und Co. mithalten, aber die Entwicklung im Bereich Lebensmittel finde ich äußerst gefährlich und krank. Es ist doch nur logisch, dass die Hersteller nur Billigware herstellen können, wenn die Leute für ihr Suppen-Hühnchen nur 2,99 oder die Tomaten nur 49 Cent für das Pfund ausgeben wollen (frei gewählte Beispiele). Das ist krank! Das ist eine Spirale, die sich immer weiter dreht. Und wir Deutschen sind bei Lebensmitteln die knauserigsten in der Westlichen Welt. Wir geben nicht mal 20% unseres verfügbaren Geldes für Lebensmittel aus, kaufen uns aber für hunderte von Euros überteuerte, unnütze Gadgets (wie Tablet-PCs) und fahren schnelle, überdimensionierte Autos. Und mit denen halten wir dann vor dem Aldi, um bei der Wurst ja nur 20 Cent zu sparen, statt beim Metzger gegenüber einzukaufen (sofern es den überhaupt noch gibt) und damit nebenbei auch noch die regionale Wirtschaft zu stärken. Schizophren! Ehrlich. Ich könnte mich da nur noch aufregen!

    Ersmal durchatmen!

    Dennoch: Euch ein schönes Wochenende!

  • Chrissagt:
    28. Oct. 2011 um 17:26

    Richtig! Stimm ich dir zu 100 % zu!!!
    Das Wertebewusstsein von vielen Deutschen ist extrem verschoben. Wenn man es als erstrebenswert ansieht sich Elektronik-Artikel und überteuerte Klamotten (Bei denen vielen komischerweise relativ egal ist, wer unter welchen Bedingung diese hergestellt hat) zu kaufen und im Ausgleich dafür am Essen zu sparen, dann kann doch irgendetwas nicht stimmen.

    Nicht umsonst haben wir Probleme mit Fettleibigkeit und Gelenkproblemen (Vor allem Rückenbeschwerden) oder beschweren uns, dass wir uns zu wenig bewegen.
    Wenn man als Hauptnahrungsmittel Fast-Food und Konserven-Kram angeben kann, muss man sich auch nicht wundern, dass die Motivation nach dem Arbeiten ein bisschen Sport zu machen im Keller ist. Das liegt nicht (hauptsächlich) an einem „öden Job“, „unbequemen Bürostuhl“ oder sonstigen externen Faktoren, sondern zum Großteil an unserer Ernährung.
    Bei dem meisten Fast-Food gehen allein durch die „Haltbarmachung“ und das Vorkochen viele natürliche, aber lebenswichtige, Inhaltsstoffe verloren, bzw. werden wertlos gemacht (z.B. wenn man Eibestandteile vorerhitzt, dann denaturieren die Eiweiß-Brücken und sind für den Körper überhaupt nicht mehr bzw. nur extrem eingeschränkt verwertbar.)
    Und wenn man dann noch die ganzen Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und Süßmittel hinzunimmt (Deren Wirkung bei weitem nicht unumstritten sind. Siehe Fälle „Aspartam“, „Saccharin“ etc.) kann man es sich eigentlich selber denken, dass der innere Schweinehund nicht durchs Regenwetter, dem Arbeitstag oder sonstigem, sondern hauptsächlich durch unsere Ernährung gefüttert, gemästet und fett gehalten wird.

    Was ich ebenfalls extrem bedenklich finde ist, dass Fleisch inzwischen so dermaßen billig geworden ist. Wenn Tiere für einen Verkaufserlös von vielleicht 80 € pro Tier (Weil man die Wurst, die aus der Schlachtung und Weiterverarbeitung gewinnt für 60 Cent pro 100 Gramm vertickt wird) ein komplettes Leben lang mästet, versorgt und schließlich schlachtet hat das nichts mehr mit Würde gegenüber Lebewesen zu tun.

    Ich versuche so oft es geht Bio- / Fair-Trade und Fair-Schlachtung-Produkte zu kaufen. Ich hab dafür zwar weniger Geld für Videospiele, Klamotten, teure Autos und sonstige materielle Besitztümer, aber dafür bringe ich meinem Körper eine gewisse Wertschätzung gegenüber indem ich ihn nicht unter einem quantitativen Aspekt sondern unter einem qualitativen Aspekt ernähre.

    Ich finds auch schlimm, dass Kinder nur sehr selten in die Nahrungsversorgung mit einbezogen werden. Viel zu wenige Eltern klären Kinder auf wo die Nahrung überhaupt herkommt, wie sie verarbeitet wird, wodurch man hochwertige Nahrungsmittel von minderwertigen unterscheiden kann und was es bedeutet sich bewusst und gesund zu ernähren (Ich denke mal ein erschreckend hoher Prozentsatz weiß es selber nicht so genau…)

    Auch ein Manko an der Lebensmittelindustrie ist, dass viel zu viele Inhaltsstoffe nicht auf den Verpackungen ausgezeichnet werden müssen. Man kann sich in Deutschland bei keinem (!) Produkt sicher sein alle Inhaltsstoffe zu kennen, wenn man die Inhaltsbeschreibung gelesen hat.

  • kunstbanausesagt:
    31. Oct. 2011 um 18:36

    gar keine tierischen produkte kaufen spart an der stelle.
    wenn ich dadurch aber älter werde und gleichzeitig auf inhaltsreiche andere nahrungsmittel achte spare ich wahrscheinlich kein bischen. im gegenteil: ich will wenigstens bei meinen grundbedürfnissen wie Essen und untekunft gar nicht sparen müssen. dieser ganze sparwahn der konsumenten hat doch erst dazu geführt das heute jeder hühnchenfleisch für 0,39€ das kilo in sich reinstopft.
    ich hoffe ihr bekommt wenigstens Geld von REAL für eure unversteckte Schleichwerbung. Eure Reichweite ist eigentlich mehr wert als nur ein Warenkörbchen.
    könnte bei zu excessiver nutzung solcher Möglichkeiten aber auch schnell schrumpfen.

  • Thorsten Ruschsagt:
    02. Nov. 2011 um 00:57

    Hallo Zusammen,

    zunächst einmal danke für Eure Kommentare! Ich stimme Andi voll und ganz zu, dass man rund um das Thema „Lebensmittel“ ganze Bücher füllen könnte.
    Ich denke, dass man sich an vielen Stellen gar nicht mehr darüber Bewusst ist, was man isst bzw. unter welchen Bedingungen die entsprechenden Waren produziert wurden. In der heutigen Gesellschaft werden einige Faktoren wie Produktionsbedingungen, Tierschutz und künstliche Inhaltstoffe häufig ausgeblendet und einzig und allein durch den Preis entschieden.
    An der Stelle ist es (mal wieder) an der Zeit ein bisschen intensiver über sich selbst und sein Kaufverhalten nachzudenken. Ich selbst habe partiell zwar darauf geachtet was ich kaufe, aber an vielen Stellen sollte man noch deutlich intensiver über seinen Konsum und dessen Folgen nachdenken.
    Ich danke Euch für Eure Kommentare, die sicherlich einige Leser (so auch mich) zum Nachdenken angeregt hat.

    PS: @kunstbanause: Wir wurden von real,- eingeladen an dieser Aktion teilzunehmen und fanden generell das Thema Lebensmittel interessant. Daher fanden wir, dass es in den Rahmen ganz gut reinpasst. Neben dem Warenkorb haben wir auch noch eine kleine finanzielle Unterstützung für den Hinweis auf die Aktion. Findest du wir sollten solche Beiträge in Zukunft als „gesponsorte Artikel“ deklarieren?

    Viele Grüße,
    Thorsten

Kommentar schreiben

Name
E-Mail
Website

Dein Kommentar

200 Zeichen
kurz & knapp
 
sehr detailverliebt
prev
Vorheriger Artikel

Ein getanzter Heiratsantrag zu „Bruno Mars – Marry you“

next
Nächster Artikel

14 Mal Vorher/Nachher: Japan’s Erdbeben und Tsunami