Einst bestand die Aufgabe der Fotografie darin, die Realität abzubilden und den Augenblick für die Zukunft aufzubewahren. Doch diese Epoche ist längst abgeschlossen, denn heute ist Fotografie vor allem eins – eine Kunst und eine jüngere Schwester der Malerei.

Wie in der Malerei, lassen sich auch in der Fotografie mehrere Stilrichtungen und Genres erkennen. Die Südkoreanerin Linnnn fotografiert zum Beispiel im Stile des minimalistischen Symbolismus.

Keine üppigen Farben, nicht allzu viele Details – und ein Rätsel. Kaum ein Bild will sich seinem Betrachter sofort und in vollem Umfang erschließen. Es will zum Verweilen und Sinnieren einladen. Es lässt auch meist genug Freiraum für Interpretation, auch wenn der Titel der jeweiligen Fotoserie eine Denkrichtung doch vorgibt.

„Kwon Healin is a photographer who is currently working in Seoul under the name of ‘LINNNN’. She has the belief that body is the store of memory. So she deals with body images as the reflection of the inner feelings rather than cultural products of social perspectives.“

Aber worum geht es eigentlich der Fotografin? Sicherlich vielmehr als um romantische Begegnungen und um die pure Schönheit. Mit ihren Fotostudien widmet sie sich solchen Themen wie Einsamkeit und Depression, Schuld und Vergebung, Orientierungslosigkeit und Verlassen-Sein.

Diese Bilder sind aus meiner Sicht ein Angebot, mit Linnnn zusammen zu sinnieren, ihre Rätsel zu lösen und dabei die präzise Farbpalette zu bewundern. Auf Instagram kannst du immer die neuesten Projekte der Fotografin entdecken.





(via) Copyright Linnnn