Dieser Fotograf betrachtet die Welt am liebsten von oben. So gewinnt er eine gewisse Distanz zu seinem Objekt, um über globale Probleme zu sinnieren. Tatsächlich ist die Fotokunst des Münchners Tom Hegen eine nachdenkliche, mit einer romantischen Note.

Seine Winterserie zeigt stille, in Schnee gehüllte Landschaften, einsame Straßen, verlassene Acker. Jedes Bild erzählt mit leiser Stimme immer weiter die gleiche Geschichte. Es ist die Story der Zwischenbeziehung Mensch – Natur. Wie prägt die Menschheit die Landschaft? Was machen wir mit unserer Umwelt? Wie formen wir unsere Lebensräume?

„I work as a Photographer and Designer in Munich, Germany. I focus on aerial photography projects that show impact of human presence on earth. As a photographer I am interested in the relationship between man and nature. In my aerial photography I focus on landscapes that have been heavily transformed by human intervention. I am trying to sensitize the viewer for those subjects by taking a look on the extraordinary forces impacting our environment.“

Tom will keine krassen Akzente setzen und wenn er Zivilisationskritik übt, dann doch eher zurückhaltend. Wir sind es inzwischen gewohnt, uns selbst als eine Art Naturkatastrophe zu verteufeln, und so ganz Unrecht haben wir damit freilich nicht. Doch nicht immer ist die Begegnung von Mensch und Natur dramatisch, es entspinnt sich nicht selten ein harmonischer und spannender Dialog.

Mich stimmen Toms Winterserien melancholisch und doch ein bisschen optimistisch an. Und wecken in mir Sehnsucht nach winterlicher Abgeschiedenheit.
















(via) Copyright Tom Hegen