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Macht man sowas? Das Musikvideo zum Praktikum bei BMW.

Nicht viel Zeit, und doch würde ich es gerne mal in die Runde werfen: BMW oder besser gesagt, einige Praktikanten von BMW haben in Zusammenarbeit mit JobTV24 ein Rap-Musikvideo veröffentlicht, um geeigneten Kandidaten den Einstieg in das bayrische Traditionsunternehmen schmackhaft zu machen. Doch bleibt am Ende nur ein fader Beigeschmack?

Klar, hier steckt natürlich kein Hollywood-Filmteam oder eine global agierende Marketingagentur dahinter. Es sind die Praktikanten, die ihren Weg zu BMW bereits erfolgreich hinter sich gebracht haben. Mit ihrem Video wollen sie zeigen, das zwar nicht jeder „reinkommt“, aber wer es nicht mal versucht, erst gar keine Chance erhält. Ansich eine gute Idee.

Die offizielle Beschreibung des Musikvideos

Das Musikvideo der BMW Group Praktikanten ist da! Um die Chancen bei einer Bewerbung zu erhöhen, sind Praktika während des Studiums von großer Bedeutung. Aktuelle Praktikanten und Azubis der BMW Group haben sich in einem Projekt mit diesem Thema kreativ auseinander gesetzt und wollen mit dem Video zeigen, wie wichtig und spannend ein Praktikum sein kann.

Mutig oder unpassend?

Klar ist auch, dass die Verantwortlichen bei BMW mit dem Musikvideo Mut beweisen wollen und einer möglichen Polarisierung nicht abgeneigt sein können. Doch kann ein Unternehmen, das weltweit für die fast grenzenlose Qualität einsteht, deutsche Ingeneurskunst mit einer charmanten Bling-Bling-Attitüde vereint, tatsächlich mit einem solchen Bruch punkten?

Ein Kommentar auf YouTube kam bei den bisher knapp 30.000 Zuschauern des Videos besonders gut an:

Tight, Alter. Wenn sich der BMW-Vorstand jetzt noch „Electro Ghetto“ auf die Unterarme tätowiert, glaub ich es. Vielleicht.

Deine Meinung?

Versteht uns nicht falsch, hier steckt mit Sicherheit eine Ordentliche Portion Arbeit dahiner. Doch passt das tatsächlich zur Marke?

War es wert, den Aufwand zu investieren? Gehört ihr zur potentiellen Zielgruppe und überlegt jetzt ernsthaft, eine Bewerbung nach Bayern zu schicken?

Robert Voigt vor 7 Jahren

Kommentare

  • René Adamsagt:
    04. Jul. 2011 um 15:07

    Lieber Robert,

    da hast Du vollkommen recht, das Video passt zu BMW wie ein 1,2 Liter Motor –
    Somal die Hochschulpraktikanten ansprechen wollen!!

    Also für mich wäre das Video ein Kündigungsgrund für den Verantwortlichen – bzw. für den, der es den Praktikanten erlaubt hat!

    Als Potentieller Kunde kauf ich mir doch lieber einen Audi, auch wenn die die Chryslerwerbung kopieren, als dass ich „rappende“ Bayern habe die meinen Airbag installieren.

    Einfach nur schrecklich mit einem hauch von Verzweifelung!

    René

  • Robert Voigtsagt:
    04. Jul. 2011 um 21:43

    Servus René,

    guter Vergleich mit der Größe des Motors. Stimme dir voll und ganz zu! Nur mit dem Kündigungsgrund bin ich noch etwas zögerlich ;)

    Danke für dein Kommentar!

  • Mauricesagt:
    04. Jul. 2011 um 23:12

    Hilfe!!
    Dann lieber gleich zu Dodge wo noch richtige Motor gebaut werden.

  • Tobiassagt:
    05. Jul. 2011 um 03:32

    Was würde dann eurer Meinung nach zu BMW passen?
    BMW wird wie jedes andere große Unternehmen mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen haben. D.h. es müssen sich nicht mehr nur Bewerber von der breiten Masse abheben, sondern auch Unternehmen untereinander. Wenn BMW deswegen ne Kampagne startet, die zum Unternehmen ‚passt‘ – wie sieht die dann aus? 100%ig, perfekt, Höchstleistung? Passt natürlich zu BMW. Aber schreckt massenhaft Bewerber ab, die vllt. doch super passen würden.
    Ich finden den Text teilweise auch recht holprig. Aber wenn man drauf achtet, dann ist er halt was holprig, weil ne ganze Reihe von Aussagen verbaut wurden. Und diese Aussagen versuchen mit dem 100% Image von BMW aufzuräumen, was Bewerber bezüglich Jobs abhalten könnte.
    Ich denke, das Video ist schon recht Zielgruppengerecht. Es ist mal was anderes und spricht vielleicht Leute an, die auch ein wenig anders/unkonventionell denken. Weil, ob mit oder ohne Video, die ‚perfekten standard Leute‘ bewerben sich so oder so.
    Aber zurück zu meiner Anfangsfrage: Nur sagen ‚das ist doof‘ klappt nicht! Was denkt ihr wäre ne gute Möglichkeit/Methode, um die Message besser rüber zu bringen? Also, ‚BMW ist ein interessanter Laden, in dem nicht nur Spießer arbeiten. Bewirb dich!‘

  • Rene Adamsagt:
    05. Jul. 2011 um 08:38

    Lieber Robert,

    meine Aussage ist zwar etwas hart, aber bislang habe ich durchweg nichts positives gehört:
    Spiegel online z.B.:
    „Die Qualität mit der hier verkackt wurde, lässt einen dann doch schlucken”
    Also die Frage ist, wieviel Schaden hat das Video angerichtet und ist es der Position und dem Gehalt der Person gerecht über diesen Fauxpas hinwegzusehen oder sollte man lieber das eingesparte Gehalt in eine Gegenmaßname stecken?

    @ Tobias:

    Fachkräfte und Pseudorap passen nicht. Die einzigen Menschen die dieses Video cool finden, sind Spießer, die denken das sowas „Hipp“ sei!
    Ich persönlich finde es gibt nur einen Weg gute Mitarbeiter zu bekommen:
    Überdurchschnittliche Bezahlung und ungewöhnliche Zusatzleistungen kombiniert mit einem greifbaren Karriereweg und überdurchschnittliche Erwartung an den neuen Mitarbeiter.
    Klar, wenn ich versuche einen Einstein für ein Traineegehalt 5-7 Jahre in meiner Firma auszusaugen (ICH BEHAUPTE NICHT, DAS BMW DIES MACHT ODER JE GEMACHT HAT, DIES IST NUR EIN BSP. DAS NICHT DIREKT AUF BMW BEZOGEN WERDEN SOLL!!!) dann muß ich die Mitarbeiter suche extrem Ausweiten und auch solche „Videos“ nutzen, aber das Geld was ich beim Gehalt für „Einstein“ einspare, dass investiere ich um die anderen, durch die Aktion angezogenen, „Deppen“ kennenzulernen/durchzufüttern/loszuwerden…

    Nun zu der Frage, was wäre eine gute Möglichkeit. Ohne lange nachzudenken:

    Stell einen BMW (Z4, 7er, M3 oder ähnliche Topmodelle) auf die Campuse der deutschen Universitäten. Beschriftet mit: „Dein neuer Wagen?“ – www.BMW.de/Karriere.

    Verteil auf dem Campus Autoschlüssel. Wenn er paßt erhälst du das Auto für ein Wochenende. (jeder wird sich an diese Aktion erinnern).

    Beim Abgeben des Schlüssels wird man direkt auf ein Praktikum angsprochen, entsprechende Flyer werden überreicht. Natürlich wird diese Aktion nicht von Promotern der unteren Preisklasse sondern von Profis auf diesem Gebiet durchgeführt, so das kurze, aber zielgerichtete Gespräche bei der Schlüsselübergabe den gewünschten Effekt miterzielen.

    Hey, ist vielleicht nicht die beste Idee, aber ich bin sicher, würde ich mit meinem Team einen Tag überlegen, und nicht nur 10 Sec. würde mehr rauskommen…

    Rene

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