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„Men And Dolls“ von Benita Marcussen: Einsame Männer und ihre Gummipuppen

In der Vorstellung der meisten Menschen sind Gummipuppen das Sex-Spielzeug von einsamen Männern, die nie in ihrem Leben eine Partnerin hatten. In vielen Fällen mag das auch stimmen – aber oft steckt so viel mehr dahinter. Die dänische Fotografin Benita Marcussen ist für ihre Fotoserie „Men And Dolls“ auf die Suche nach Männern gegangen, in deren Alltag lebensgroße Gummipuppen eine wichtige Rolle spielen. Der sexuelle Aspekt spielt dabei keine Rolle, vielmehr geht es darum, wie selbstverständlich die Männer die Puppen in ihr Leben einbinden.

Da gibt es zum Beispiel Everard, der seine Gummi-Gefährtinnen Rebekka und June gerne in den Garten setzt und Fotos von ihnen macht. Dabei stört es ihn nicht, dass seine Nachbarn ins Haus gehen, wenn er mit seinen beiden leblosen Freundinnen auftaucht. Hinter so gut wie jedem Mann-Puppen-Paar steht eine tragische Geschichte von Scheidungen, Zurückweisungen oder Tod, Marcussen fängt sie in ihren Fotos sehr sensibel und überhaupt nicht voyeuristisch ein. Die Fotografin hat die dänische Journalistenschule besucht und führt seit 2010 ein eigenes Fotostudio in Kopenhagen.

Fotos Copyright by Benita Marcussen (via)

Andreas Dittberner vor 3 Jahren

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