Messie-Existenz als Gesellschaftskritik - detailverliebt.de
9 39163

Messie-Existenz als Gesellschaftskritik

Der französische Fotograf Antoine Repessé ist mehr als nur ein begabter Künstler, sondern auch ein Umweltaktivist. Das beweist eindrucksvoll sein aktuelles Projekt „365 Unpacked“. Die Idee dahinter ist wie alles Geniale recht einfach: Vor vier Jahren hört Repessé auf, seinen Müll wegzuwerfen. Von da an ist an verwandelt er sich in einen Messie.

Nun ja, nicht ganz, denn der Fotograf sammelt seinen Müll ordentlich und sortiert diesen auch gründlich. Keine Lebensmittelreste auf dem Boden und keine glückliche Rattenfamilie im Wohnzimmer. Dafür aber Hunderte, wenn nicht Tausende leere Milchverpackungen, Plastikflaschen, Toilettenpapierrollen sowie stapelweise Zeitungen und Magazine. Unglaublich, wie viel Abfall von nur einem Bewohner dieses Planeten verursacht wird.

Für sein Fotoprojekt setzt Repessé diverse Menschen in den Müllkontext. Vermüllte Wohnräume, Garagen, WCs und Küchen – es sind keine gestellten Bilder und kein Photoshop, sondern bittere Realität. Mit der Serie „365 Unpacked“ will der Franzose ein Zeichen setzen und zum Umdenken rufen. Eine coole Idee! Ob sich dadurch der Klopapierverbrauch reduzieren lässt, bleibt bisher jedoch offen.

(via)

Andreas Dittberner vor 4 Wochen

Kommentar schreiben

Name
E-Mail
Website

Dein Kommentar

200 Zeichen
kurz & knapp
 
sehr detailverliebt
prev
Vorheriger Artikel

Film: Sei kein Zahnrad im Hamsterrad des Systems

next
Nächster Artikel

Alptraumhaft schöne Bilder