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Die wenigsten von uns haben heutzutage noch einen Globus in der Wohnung stehen. Und wenn doch, dann ist er entweder ein Erbstück oder ein leuchtendes Billigteil für Schulkinder. Entsprechend gering ist die Anzahl an traditionellen Globusherstellern geworden. Einer der weltweit letzten ist Michael Plichta, der in Mannheim die Planetenkugel-Manufaktur, kurz PKM, führt. Das Besondere an seiner Arbeit ist, dass er sich weder auf die Erde noch auf Aktualität beschränkt.

Gleich das erste Objekt zeigt Plichtas ebenso ungewöhnliche wie interessante Herangehensweise. Er hat sich nämlich die Karte vom Mars vorgenommen, die der Astronom Percival Lowell im Jahr 1905 angefertigt hat, und verwandelt sie in einen Globus. Lowell hatte damals die Marskanäle entdeckt und vermutet, dass es sich dabei um künstlich hergestellte Bewässerungswege handelt. Für den Wissenschaftler war das der Beweis für intelligentes Leben auf dem Mars. In Handarbeit stellt Plichta die runde Nachbildung mit einem Durchmesser von rund 30 Zentimetern her. Etwas Schöneres und Originelleres kann man sich wohl kaum in die Wohnung stellen.







Fotos Copyright by Christoph Hoehmann