Die Lage auf der Kilauea wird mit jedem Tag immer dramatischer. Diese sonst paradiesisch anmutende Hawaii-Insel wird von den Lavamassen zerfressen. Tausende Tonnen schmelzendes, glühendes Gestein spukt der Vulkan aus, und das Ende des schweren Ausbruchs ist keineswegs in Sicht.

Der Fotograf und Filmemacher Mick Kalber dokumentiert den Fortschritt der Eruption von oben. Zusammen mit den Profis von „Paradise Helicopters“ überfliegt er nicht zum ersten Mal die bedrohlichen Lavaflüsse. Vor allem auf der Nordost-Südwest-Achse bilden sich immer neue Risse, auch die bereits bestehenden sind zum Leben erwacht und speien das auf rund 1.000°C aufgeheizte Erdinnere in die Luft.

„The Leilani Estates Subdivision on the East side of the Big Island (Puna) is literally being ripped apart. This morning’s fissure eruption was by far the largest we’ve seen so far… starting just above Luana St, she crossed Leilani Ave, and poured lava into a group of homes to the North. Generally, these fissure outbreaks have begun violently, and quit quickly.“

Gemächlich und jedoch unaufhaltsam breitet sich die Lava aus, verschlingt Häuser und Fahrzeuge, verbrennt den tropischen Wald und vernichtet die Ernte. Der Mensch fühlt sich hilflos angesichts dieser übermächtigen Naturgewalt und ist gezwungen, sich zurückzuziehen. Wir können weder vorhersagen, wann der Ausbruch zu Ende ist, noch wissen wir, wohin die Lava im nächsten Augenblick fließen wird. Unser Planet erteilt uns wieder eine Lehre – er ist stärker und um Jahrmilliarden älter als wir Menschen und er wird uns mit ziemlicher Sicherheit überdauern.


(via) Copyright Mick Kalber