Landschaftsmalerei ist flächig, oft vage und voller Emotionen. Die britische Künstlerin Olivia Kemp eröffnet jedoch einen ganz anderen Blick auf Landschaftsdarstellungen, indem sie Pinsel und Farbe gegen Stift und Tinte austauscht. Ihre detailverliebten Zeichnungen ziehen den Betrachter mit einem ganzen Labyrinth an Wegen, Strukturen und Perspektiven in ihren Bann. Der Blick scheint zu springen, wenn man ihre realistisch anmutenden Bilder betrachtet, die doch so unmöglich sind wie M. C. Eschers Zeichnungen.

Ihre Inspiration bezieht die Künstlerin aus realen Landschaften, wie sie sie in Norwegen, Italien und Schottland vorgefunden hat, ergänzt sie dann aber um ihre eigenen Ideen, meist mit einem makabren Twist. Die aufwendigen Werke versetzen Olivia Kemp während der Entstehung stets in einen tranceartigen Zustand und auch beim Betrachten scheint man in eine Traumwelt abzugleiten. Noch bis zum 3. November kann man die Bilder der Serie „Where the Land Lies“ in der Londoner Galerie Browse & Darby bewundern.








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