Er liebt die „Blaue Stunde“, denn dann gelingen diesem britischen Fotografen seine schönsten Bilder. Um diese Stunde ist die Sonne noch nicht aufgegangen, hat sich jedoch durch die ersten, noch sehr vorsichtigen Strahlen angekündigt. Es ist eine geheimnisvolle Zeit zwischen Nacht und Tag, die Zeit des zögerlichen Wachwerdens und des ersten, vorsichtigen Vogelgezwitschers.

„Exploration into unknown territory. „

Neil Burnell taucht zur Blauen Stunde in den Wald ein und hofft auf dichte Nebelschwaden. Nur im Nebel, meint Neil, verwandelt sich der alte, verschlafene Wald in einen richtigen Märchenwald. In diesem Wald ist nun alles möglich: Hinter dem milchigen, feuchten Vorhang können sich ein romantisches Traumschloss, ein hässlicher Troll, ein wütender Bär oder ein paar kichernde Feen verbergen.

Hier, weitab der Zivilisation, kann sich die Natur frei entfalten und für mystische Kreaturen ist sicherlich genug Platz da. Wir Menschen werden uns selbst immer wieder überdrüssig und suchen die Einsamkeit. Das dichte Gedränge der Metropolen kann ganz schön stressig sein – ein Ausstieg verspricht Erholung.

Für mich diese Bilder selbst wie ein kleiner, erfrischend-romantischer Waldspaziergang. In der freien Natur bin ich fremd und willkommen zugleich, hier kehre ich zu meinen Wurzeln zurück und fühle mich erstaunlich wohl.






(via) Copyright Neil Burnell