Vor einer Woche lief auf Pro7 eine äußerst sehenswerte Dokumentation über den Haus- und Hof-Fotografen des amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Pete Souza ist freiberuflicher Fotojournalist und derzeit als Chief Official White House Photographer und Director of the White House Photo Office tätig. Mit seinem 4-köpfigen Team fängt er alle Augenblicke rund um Staatsbesuche, Familienfeste und Wahlkampf-Reden ein.

Die knapp 44-minütige Dokumentation zeigt dabei nicht nur viele beeindruckende Fotos, sie beschreibt auch den Weg von Pete Souza, der tagtäglich mit dem Präsidenten unterwegs ist. Bereits in vorherigen Bildanalysen von Barack Obama, wie die vom Fotopsychologe Professor Martin Schuster, wird klar, wie entscheidend die richtige Perspektive für das eigentliche Motiv ist.

Die Fotografen arbeiten mit dem Lichteinfall. Ein starkes seitliches Licht im Moment der Aufnahme teilt das Gesicht von Obama in helle und dunkle Bereiche: Fast weiße und fast schwarze Hautpartien beruhigen Sorgen und bestätigen Identitäten der potenziellen Wähler.

Barack Obama blickt (fixierend) in die Ferne, er ist ein Visionär, der den Weg in die Zukunft weisen kann (Armbewegungen), er ist aber auch der energische Mensch der Tat. Er kann zupacken, hält seine Angelegenheiten in der Hand. Er hat fast immer etwas in den Händen (oft ein Mikrofon). Untersicht und Blick nach oben betonen die Größe des Kinns (wie seit jeher bei den Bildern mächtiger Menschen).

Mehr unter Barack Obama: Wie Fotografen einen Politstar inszenieren

Man kann sich die Dokumentation auf maxdome kostenlos ansehen. Sogar in HD. Man muss sich vorher allerdings registrieren. Das hat bei mir etwa 2 Minuten gedauert und ist – wenn man immer auf „Nein, Danke“ klickt völlig unverbindlich und kostenlos.

Den Trailer gibt es hier zu sehen.